Bildein

Deutscher Name Ungarischer Name Kroatischer Name
Bildein (Ober-, Unter) Beled (Felsö-, Alsó-) -

Bildein: Willkommen Bildein: Kriegerdenkmal (mit Inschrift) Bildein: Bildstock Enger Bildein: Ort Bildein: Bildstock Bildein: Bildstock Bildein: Ehemalige Volksschule Bildein: Mariensäule Bildein: Ort Bildein: Feuerwehrhaus Bildein: Kirche und Gemeindeamt (links) Bildein: Kriegerdenkmal (mit Inschrift) Bildein: Wegweiser, Das Dorf ohne Grenzen Bildein: Das Dorf ohne Grenzen Bildein: Auf Wiedersehen Bildein: Ortsende

Die Gemeinde Bildein liegt im nordöstlichen Teil des Bezirkes Güssing bei der ungarischen Grenze. Die Landschaft ist geprägt durch das untere Pinkatal, an dessen Hängen die Bildeiner den Pinkataler Wein keltern. Ausgedehnte Wälder und stille Feldwege laden zum Radfahren und gemütlichen Spaziergängen ein.

Ein Fund römischer Münzen (im Jahr 1880) lässt auf eine sehr alte Ansiedelung schließen.
1221 - erstmals urkundlich erwähnt als "Belud" (slawisch) im Besitz der Herren von Jak
1297 - im Besitz des Magister Jakobus aus dem Geschlecht der Hedervary - Seitenlinie der Güssinger Grafen
1396 - Herrschaft der Ellerbacher
1449 - erstmals als "Pildein" erwähnt
1496 - zur Herrschaft der Erdödy
1612 - im Besitz der Zrinyi
1643 - durch König Ferdinand III. an Ödenburger Jesuiten
1698 - "Visitatis Canonica" erwähnt eine Schule in Unterbildein (eine der ältesten des Pinkabodens)
1910 - Eröffnung der Volksschule Oberbildein
1922 - Ober- u. Unterbildein - kommen beide zu Österreich
1924 - Gründung des Feuerwehrvereines Oberbildein; Unterlagen belegen die Existenz einer Feuerwehr in Ober- u. Unterbildein mindestens seit 1904.
1953 - Figl, Raab und Karall in Bildein
1971 - durch Gemeindestrukturverbesserungsgesetz wird Bildein Teil der Marktgemeinde Eberau
1991 - Volksbefragung entscheidet für die Gründung einer eigenen Gemeinde "Bildein"
1993 - ab 1. Jänner - Gemeinde Bildein, 2. Preis im Landesjugendwettbewerb
1995 - Burgenländischer Umweltpreis
1997 - Toleranzpreis vom Bundesministerium für Jugend, Umwelt und Familie durch das Projekt "Frauen überschreiten Grenzen"

Ortsnamensformen: Belud 1221, Héttföhelly 1221, Belyd 1263, Pildein 1459, Felsewbelyk 1496, Alsobeled, Felsew Beled 1498, Felsö Beled 1610, Also Beled 1640, Unter-, Ober-Bildein 1773.

"Südlich bei Pernau befindet sich Bildein-Beled (1221: Belud, vgl. Csánki II 736). Der deutsche Name des Ortes geht anscheinend auf die ung. Lokativform: Beleden zurück. Der ung. ON Beled kommt öfter vor; es liegt ihm ein oft belegter PN Beled zugrunde. Der ung. Name ist aus der deutschen Namensform nicht ableitbar, auch ist die Bedeutung des deutschen ON und auch seine Form unklar. - Oberbildein wird in der Urkunde von 1221 Hettfehely (ung. "Montagsort") genannt: dass unter diesem Namen Oberbildein zu verstehen ist, geht aus der Marktbeschreibung klar hervor." (Moór, 1929, S. 245)

"In etwas spätere Zeit (also nach 1200, R.G.) fällt die Entstehung der deutschen Namensform Bildein, die heute nach Herrn Oberlehrer G. Kruder in Eberau und nach Herrn Schulleiter Emmerich Pavatitsoh in Burg als büldáin ausgesprochen wird. Sie kann schon wegen der Endbetonung nicht wie etwa das verschollene Pelden-Beled b. Frauenkirchen auf der madj. Lokativform Beleden beruhen (so Schwartz), sondern muss sich aus einer slavischen Zwischenstufe Bilidánja, d.i. eine Weiterbildung von der belegten altung. Form Belud (1. Belúd), heute Beled, entwickelt haben so wie z.B. Kopéin in Kärnten aus slov. Kopánje, vgl. Pr. Lessiak, Die kärntn. Stationsnamen S. 18. Der madj. Name wird zwar nach Herrn Schulleiter Pavetitsch heute mit überoffenem ä ausgesprochen (also bäläd), dieser Laut hat sich aber z.T. aus altung. geschlossen e entwickelt, und es ist möglich, dass darin der Grund für den Ersatz durch slav. i. zu suchen ist. Anm.: Die Kroaten verwenden nach Mitteilung Sr. Hochwürden des Herrn Pfarrers John. Herczeg in Gaas heute die madj. Form Beled." (Steinhauser, 1931, S. 300)

House numbers and "heads of house" in: Unter Bildein 1857, district of Güssing

Liste der Hausnummern und "Haushaltsvorstände" in UNTERBILDEIN im Jahr 1857
House numbers and "heads of house" in: Unter Bildein 1857, district of Güssing

House Nr. Surname Given Name
2 Gemeinde Bildein Unter
1 Pfarre Bildein Unter
3 Stangl Johann
4 Stangl Maria
5 Stangl Gregor
6 Stangl Josef
7 Schramel Maria
8 Stangl Vincenz
9 Schramel Maria
10 Eberhardt Josef
11 Schmalzl Ignatz
12 Mittl Anna
13 Unger Florian
14 Reiter Stefan
15 Stangl Karl
16 Mittl Lorenz
17 Koger Anton
18 Kancz Georg
19 Mittl Anton
20 Mittl Benedikt
21 Schramel Margaretha
22 Reiter Ladislaus
23 Wuscher Georg
24 Wagner Josef
25 Böhm Katharyna
26 Schramel Stefan
27 Mittl Johann
28 Gratzl Josef
29 Stangl Benedikt
30 Hafner Vincenz
31 Milischitz Maria
62 Milischitz Anton
32 Kraxner Stefan
33 Eske Ferdinand kk Hoheit
34 Pamper Josef
61 Schwab Josef
60 Stangl Vincenz
59 Schramel Nikolaus
58 Mager Alois
57 Schramel Stefan
56 Koller Emmerich
55 Garger Josef
54 Schramel Josef
53 Mittl Franz
52 Mittl Stefan
51 Feirtag Georg
50 Hafner Johann
49 Windisch Paul
48 Schramel Paul
47 Knopf Johann
46 Lakowits Andreas
45 Lakowits Ludwig
44 Stangl Maria
43 Gemeinde Bildein Unter
42 Gemeinde Bildein Unter
41 Zimmermann Josef
35 Domitrowicz Paul
36 Schmidt Josef
37 Tamschütz Ignatz
40 Koger Stefan
39 Paukowitsch Michl
38 Gemeinde Bildein Unter

Homepage der Gemeinde: http://www.bildein.at

Postleitzahl Einwohner (VZ 2001) Fläche
Seehöhe
7521 373 1653 ha 228 m

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