Bildein: Kirche und Pfarrhaus mit Gemeindeamt (links)

Bildein: Kirche und Gemeindeamt (links)

Das Pfarrhaus beherbergt seit 1994 im Erdgeschoss das Gemeindeamt Bildein.

Lage der Kirche: am nordöstlichen Eck des Angers. Geschichte: Die Kirche, die in ihrer heutigen Form im Jahre 1746 von den beiden Gemeinden Unter- und Oberbildein, mit Unterstützung einiger Wohltäter, vor allem des damaligen Pfarrers Matthias Schwarzbauer, errichtet wurde, stammt zum Teil noch aus dem Mittelalter. Das Sanktuarium dürfte um 1500 entstanden sein. Seit dieser Zeit ist auch die Pfarre als eine selbständige belegt. Das Schiff und der Turm wurden im Jahre 1746 erbaut. 1984 wurde eine Sanierung des Gewölbes durchgeführt. Bald darauf, in den Jahren 1986/ 87, erfolgte die eingehende Renovierung des Innenraumes. 1993 wurde der Bau einer umfassenden Außenrenovierung unterzogen. Die Pfarre Bildein blieb bis zum Tod des Pfarrers Franz Spuller im Jahr 1981 eigenständig und wurde in der Folge mit Eberau und Gaas-Maria Weinberg zu einem Pfarrverband vereinigt. Dieser Pfarrverband weist heute drei Pfarren und vier Filialen auf. Im Pfarrverband befindet sich auch die Wallfahrtskirche "Maria (am) Weinberg". Äußeres: Die leicht erhöht stehende, geostete Kirche ist romanischen Ursprungs. Der bemerkenswerte Bau ist architektonisch mit den gotischen Gotteshäusern von Eberau und Maria Weinberg verwandt. Der spätgotische eingezogene Chor (um 1500) weist einen 5/8-Schluss auf. Sein heutiges Aussehen erhielt der Bau in der Mitte des 18. Jahrhunderts: Das Schiff und der westliche Fassadenturm mit Volutengiebel zeigen barocke Stilelemente. Innenraum: Das zweijochige Langhaus mit Emporenjoch weist quadratische Platzlgewölbe zwischen Gurten auf flachen Pilastern auf. Die dreiachsige Empore mit vorgebauchter Brüstung ziert barocke Stuckdekoration. Der rundbogige Triumphbogen trennt das Schiff vom Chorraum. Über dem Chorjoch und der Apsis spannt sich ein feinsträhniges Netzrippengewölbe. Der Wappen- und die drei Scheibenschlusssteine sind neuzeitlich bemalt. Im Chor sind zwei Maßwerkfenster erhalten. Über der spätgotischen Sakristeitüre befindet sich ein Kragbogensturz. Der Hochaltar (18. Jahrhundert) hat einen bewegten, zerklüfteten Säulenaufbau und einen Sprenggiebel. Er beherbergt die beiden Holzfiguren der Apostelfürsten Petrus und Paulus. Das Hochaltarblatt aus der Mitte des 18. Jhdts. hat das Martyrium des Kirchenpatrons zum Inhalt. Das Kunstwerk trägt die Bezeichnung "Frat. Johannes". Links und rechts auf der Seite finden sich auf Konsolen stehend die Figuren der Heiligen Josef und Johannes Nepomuk. Am linken Seitenaltar, einem geschlossenen Säulenaufbau ist ein barockes Ölbild zu sehen, das den Hl. Dominikus vor der Madonna zeigt. Im Aufsatz ist Gottvater dargestellt. Die seitlichen Figuren zeigen die Eltern Mariens, die Heiligen Joachim und Anna. Hl. Vitus.