Burgauberg

Deutscher Name Ungarischer Name Kroatischer Name
Burgauberg Burgóhegy  

Burgauberg: Ortstafel Burgauberg: Gemeindezentrum Burgauberg: Ort Burgauberg: Ort Burgauberg: Ort Burgauberg: Ort Burgauberg: Ort Burgauberg: Ort Burgauberg: Prinner-Kreuz: Vor dem Haus von Josef Prinner, Burgauberg 55. Wegkreuz aus Holz mit Corpus und Blechdach mit Holzverzierung. Errichtet 1929, vom Besitzer Josef Prinner erhalten und vom Feitl-Club zuletzt restauriert. Berta-Lang-Marterl: Neben dem Haus von Erich Hasler, Burgauberg 91. Grund der Errichtung war der tragische Tod der 13jährigen Berta Lang, die 1945 durch eine vergrabene Tellermine getötet wurde. Im Inneren befindet sich eine Pieta aus Gips, sowie ein Kreuz; darunter eine Gedenktafel. Burgauberg: Glaser-Kapelle; gegenüber des Hauses von Franz Glaser, Burgauberg 6. Im Jahr 1897 ließ Anna Prasch diese Kapelle aus den Mitteln ihres Erbteils errichten. Die Kapelle ist halbkreisförmig, der Eingang vergittert, im Inneren befindet sich der Altar mit der "Schmerzhaften Mutter Gottes" und je ein Engel aus Lindenholz (von Franz Rath aus Pöllau) an den Seiten. Die Kapelle steht unter Denkmalschutz und wird von der Familie Glaser instandgehalten. Burgauberg: Bildstock Burgauberg: Tafel; Grenzraum an der Lafnitz Burgauberg: Höhenstraße Burgauberg: Spielplatz bei alter Volksschule Burgauberg: Volksschule Burgauberg: Wegweiser Ferstl-Kreuz: Vor dem Haus von Theodor Ferstl, Burgauberg 34. Wegkreuz aus Holz mit Corpus. Anlass der Errichtung ist nicht bekannt. 1981 vom Feitl-Club restauriert und wieder aufgestellt, 1985 bei einer Visitation durch Bischof Weber geweiht. Burgauberg: Fröhlich-Kreuz: Vor dem Gasthaus Fröhlich. Wegkreuz aus Holz mit Corpus und Blechdach. Zur Erinnerung an einen beim Holzfällen erschlagenen Mann. Wird vom Besitzer, Gastwirt Fröhlich, instandgehalten. Burgauberg: Hirschbeck-Kreuz: Auf dem Grund von Karl Hirschbeck, Burgauberg 73.  Wegkreuz aus Holz mit Corpus, Entstehungsjahr und Grund der Errichtung sind nicht bekannt. Vor einigen Jahren vom Feitl-Club restauriert. Burgauberg: Kreuzferstl-Kreuz: Steht auf dem Grund von Johann Gurdet, Burgauberg 24. 1986 durch Adolf Loimböck restauriert. Errichtet nach einem Diebstahl - der Täter wurde gefaßt und mußte zur Strafe das Kreuz auf seine Kosten errichten. Wegkreuz aus Holz mit Corpus und Marienbild, durch Blechdach geschützt. Wird von Johann Gurdet instandgehalten. Burgauberg: Die Kuruzzen Burgauberg: Sportplatz Burgauberg: Die Tschartaken Burgauberg: USV Burgauberg-Neudauberg Burgauberg: Ortsende

9 v Chr.: Pannonien wurde von den Römern erobert.
3. Jhdt. n. Chr.: Die Lafnitz war Verwaltungsgrenze zwischen den römischen Provinzen Norikum und Pannonien.
11. u. 12. Jhdt.: Unser Gebiet war hart umkämpftes Grenzland.
ab dem 12. Jhdt.: Endgültige Rodung und Besiedlung des Gebietes vom Westen her. Der Hügelzug von Burgauberg bis Wörterberg nahm dabei eine Sonderstellung ein. Hier erfolgte die Besiedlung nicht durch Gründung von Dörfern, sondern erst nach und nach durch Leute, die aus den im Tal gelegenen Orten Burgau, Neudau und Wörth „in die Wein-Berge“ zogen.
16. u. 17. Jhdt.: Dieser Zeitabschnitt ist von der Türkennot und den nationalmagyarischen Aufständen gekennzeichnet.
1703 - 1715: Kuruzzeneinfälle (siehe Kuruzzen-Wanderweg)
1713: Die Pest wurde eingeschleppt.
1789: Graf Karl Batthyani gründet die erste Baumwollspinnerei der Monarchie und zwar in Burgau mit Zweitbetrieb in Neudau. 
1795: Die Orte Burgauberg und Neudauberg wurden selbständig.
1881: Ungarisch wurde zur allgemeinen Unterrichts-, Protokoll- und Amtssprache erklärt.
1914 - 1918: Erster Weltkrieg
Burgauberg: 38 Gefallene
Neudauberg: 17 Gefallene, 10 Vermisste
1919/1921: Anschluss des Burgenlandes an Österreich.
Sommer 1921: Königlich-westungarische“ Aufständische tyrannisierten die österreichisch gesinnte Bevölkerung.
28./29.Aug. 1921: Die österreichische Gendarmerie „besetzte das Burgenland. Die Freischärler hatten beim Haus Goger, Burgauberg 20, eine Straßensperre errichtet, es kam zu Kämpfen. Todesopfer: Ferdinand Schmidt.
12. März 1938: Österreich wird zur „Ostmark“, die Gemeinden Burgauberg und Neudauberg werden dem Kreis Fürstenfeld angeschlossen.
1939 - 1945: Der zweite Weltkrieg
Burgauberg: 39 Gefallene, 15 Vermisste, 13 tote Zivilisten
Neudauberg: 31 Gefallene, 11 Vermisste, 3 tote Zivilisten
April 1945: Der zweite Weltkrieg endet mit 4-wöchigem Stellungskrieg an dieser Grenze. Anschließend ist die Lafnitz bis 1955 Grenze zwischen der sowjetischen und der englischen Besatzungszone.
1945: Das Burgenland wird wieder selbständig, die Gemeinden Burgauberg und Neudauberg werden wieder dem Bezirk Güssing zugeteilt.
1. Jänner 1971: Burgauberg und Neudauberg werden zur Gemeinde Burgauberg-Neudauberg zusammengefasst.
1981: Das „Gemeindezentrum“ (Schule u. Kindergarten) wird eröffnet.
1985: Der Gemeinde wird ein Gemeindewappen verliehen.
1987: Die alte Volksschule in Neudauberg wird zum Mehrzweckgebäude.
1994/1995: Beginn der Arbeiten zur Errichtung der Kanalisation.
1.1.1995:Auflösung des Gemeindeverbandes Burgauberg-Neudauberg, Bocksdorf, Heugraben u. Rohr i. Bgld.
Einrichtung eines eigenen Gemeindeamtes. 
Juni – Okt. 1995: Ausstellung „Labonca-Lafnitz – Leben an einer der ältesten Grenzen Europas“.
2.7.1995: 200-Jahr-Feier der Gemeinde Burgauberg-Neudauberg. 
10.9.1995: Einweihung des Gemeindeplatzes und des Tennis-Club-Hauses in Neudauberg.
1995/1996: Altstoffsammelzentrum wird gebaut und in Betrieb genommen.
1996/1997: Bau und Inbetriebnahme der Golfschaukel Südburgenland.
1997: Baubeginn für die Trinkwasser-Versorgungsanlage Thermenland.
1999: Eröffnung der Trinkwasser-Versorgungsanlage Thermenland.
1999: 1. BERGLER-KIRTAG - Angeboten werden auf diesem Kirtag nur Produkte aus der Region - Speisen und Getränke aus dem Bergler-Land, sowie Handwerk und Kunsthandwerk aus der Region. Neben Schmankerln aus der Bergler-Küche gibt es noch ein großes Kinderprogramm, eine Weinkost, sowie Uhudlerverkostung und eine Verlosung interessanter Preise. Für gute Stimmung sorgt der Musikverein Hackerberg-Neudauberg.
2001: Zubau einer Volksschulklasse und Sanierungsarbeiten im Gemeindezentrum. Gründung einer 2. Kindergartengruppe.
27.10.2001: Tag der offenen Tür mit Einweihung der neuen Volksschulklasse, sowie Ausstellung "80 Jahre Burgenland"
Dez. 2002: Bürgermeister Franz Glaser - der seit 1996 amtierende Klubobmann der ÖVP im Burgenländischen Landtag, zieht nach einer erfolgreichen Vorzugsstimmen-Kampagne über ein Grundmandat Burgenland-Süd in den Nationalrat ein.

Burgauberg: Gefallene 1914 - 1918
Ehrenhöfler Anton Gurdet Josef
Ehrenhöfler Karl Gurdet Josef
Ehrenhöfler Rudolf Hasler Ludwig
Feichtinger Johann Hasler Sigmund
Ferstl Anton Hirzi Johann
Ferst Johann Hirzi Josef
Fröhlich Josef Hirschbeck Franz
Graf Viktor Hubmann Karl
Gurdet Anton Humann Rudolf
Gurdet Franz Krammer Franz
Lamminger Anton Schwarz Franz
Loibersböck Josef Schwarz Josef
Mandler Franz Senninger Karl
Peuschl Alois Schuster Josef
Roth Josef Taucher Franz
2. Weltkrieg: Gefallene 1939-1945
Brünner Josef Hackl Hermann
Brünner Ludwig Hackl Karl
Dampf Alfred Hirschbeck Michael
Fauland Josef Hirschbeck Stefan
Ferstl Heinrich Jaindl Robert
Ferstl Karl Krammer Johann
Fenz Anton Laschalt Josef
Fröhlich Alfred Peischl Johann
Fröhlich Alois Roth Josef
Goger Karl Six Franz
Glaser Ernst Six Josef
Graf Karl Sodl Hermann
Graf Ludwig Sodl Johann
Gurdet Josef Schuster Hermann
Gurdet Johann Schwarz Franz
Guret Adolf Schwarz Josef
Gurdet Ferdinand Spirk Heinrich
Hasler Josef Taucher Willibald
Hackl Heinrich Wolf Eduard
Wolf Ferdinand  
Vermisste 1939-1945
Brünner Josef Brünner Karl
Dorn Karl Graf Ferdinand
Hirmann Franz Hirschbeck Franz
Krammer Josef Kruiß Anton
Lugitsch Michael Pfingstl Josef
Schwarz Franz Schwarz Franz
Senninger Ludwig Six Johann
Spirk Josef  
Zivile Opfer  1939 - 1945
Goger Franz Goger Franz
Goger Josef Goger Maria
Rath Johann Schwarz Karl
Taucher Ferdinand  

Fehlende Kapellen und Kreuze:

Bleier-Kapelle: Vor dem Haus von Josef Bleier, Burgauberg 26. Errichtet 1926/27 von Frau Schittl, deren Sohn mit Knieverletzungen aus dem 1. Weltkrieg heimkehrte und 1925 starb. Die Kapelle ist halbkreisförmig, der Eingang vergittert, im Inneren ein Holzkruzifix und eine Marienstatue aus Porzellan. Die Kapelle wird von der Familie Bleier instandgehalten.

Laschalt-Kreuz: Vor dem Haus von Ludwig Laschalt, Burgauberg 82.  Wegkreuz aus Holz mit eisernem Corpus, Blechdach und verzierter Holzgiebel. Vom Feitl-Club 1985 restauriert. Anlass der Errichtung war ein Unglück mit einem Stier. Besitzer Ludwig Laschalt.

Kruiss-Kreuz: Auf dem Grund von Ernst Kruiss, Burgauberg 88.  Wegkreuz aus Holz mit Corpus und einem Bild der "Schmerzhaften Mutter Gottes", sowie einem Blechdach. Laut Erzählungen soll an dieser Stelle ein Kind von einem Wolf getötet worden sein. 1980 vom Feitl-Club restauriert, vom Besitzer Ernst Kruiss instandgehalten.

Postleitzahl Einwohner (VZ 2001) Fläche
Seehöhe
8291 723 (Neudauberg: 596) 1100 ha 275-365 m

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Many inhabitants have ancestors in Burgau, Burgauberg is also a part of the parish Burgau (Styria!). In 1644 Michael GRISLER, administrator of the domain Burgau, receives three vineyards in Burgauberg to cover a debt from the times of the Turkis wars. Owners of neigbouring vineyards are: Hans SAMER, Peter LANGHEIMBER, Andreas SIX, Rieperl SCHITLER, Georg GRUBER and Count Maximilian HERBERSTEIN.

The Güssing Urbarium of 1750 names as "Burgauer Bergholden" living "auf der Hungerischen Seiten in dem Weingebirg" (= small-holders from Burgau, living on the Hungarian side [of the border, i.e. of the river Lafnitz] in the vineyard hills) the following families: VEIGL (3), PRUNNER (3), SODL, HIRSCHBÖK, PESSINGER, RUESZ, WAGNER, PFINGSTL, SCHWARZ, PROSCH (2 each), FRÖHLICH, TOMPF, NEUBAUER, HOECKL, MUIK, PUIKL, HÄNDLER, PAUER, STÖRK, ZOTTER, LOIPERSBÖCK, RABER, PFÖSTER, PÖLTZL, SCHABHÜTL, REITHER, KRAMMER, REISSENHOFER, LUKICS, HAISLER, RATHMANN, LAMPL, LAMMINGER, SCHUSTER, SCHÜTZL, WIPPERL (1 each). These 49 families own 46 houses, 27 oxen, 55 cows, etc., and the Urbarium says about them: "These Styrian "Bergler" (= people living on the hills) have acquired property with the permission of the Count Batthyany, they have come over from the Styrian side [of the border] from time to time. Their number is at times higher and at times lower. They own nothing except for a few vineyards and fields."

Number of inhabitants: 1870: 606; 1930: 772 (in 123 houses).

Part of Burgau parish. Two chapels. Teachers: Franz SCHLEGEL (1870-1911), Julius NEMETH (1911-14), Flora CHAKANY nee PECZÖLY (1914-21), Robert HOLPER (1921-29), Andreas MEDEK (1929-), second teacher Mathilde SEELIG (1923-).

(source: V+H Nr. 12/1958)
Übersetzung (c) Burgenland Bunch

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