Eltendorf
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Deutscher Name |
Ungarischer Name |
Kroatischer Name |
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Eltendorf |
Ókörtvelyes |
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Eltendorf liegt an der Fürstenfelder Landstraße und blickt - wie viele andere Orte an dieser alten Durchzugsstraße - auf eine lange Geschichte zurück. Zwei sichtbare Hügelgräber am so genannten Kriegsfeld sprechen für dieses hohe Alter. Die Alten erzählen von einem großen Wald, der sich von St. Gotthard bis Dobersdorf an den Ufern der Lafnitz erstreckte. Im Eltendorfer Gebiet dieses Waldes, am so genannten Pfaffenkogel, sollen sich ebenfalls zwei Hügelgräber befunden haben. Somit ist anzunehmen, dass bereits die Römer dieses furchtbare Gebiet bewohnt hatten. Nach dem Zusammenbruch des römischen Reiches lassen sich jedoch von hier ansässigen Völkern keine Funde mehr aufweisen. Im Jahre 1428 wird der Ort in der Schenkungsurkunde des Königs Sigismund "Elekfalva, das bedeutet Alexiusdorf", genannt. Die Gemeinde ist eine der ältesten, die damals zur Güssinger Burgherrschaft gehörten. 1698 nennt die kanonische Visitation den Ort "Körkviles anders Nyeltendorf". 1750 wieder als "Körkeveyes anders Eltendorf". In der Geschichte des heutigen Südburgenlandes werden nach dem Jahre 1260 die so genannten Frafen von Güssing die Grundherren gewesen sein. Mit weiteren 18 Gemeinden gehörte Eltendorf zum so genannten Güssinger Kreis und wurde die „Provinz" genannt. Ladislaus von Saro war um das Jahr 1386 der erste bekannte Grundherr. Bald als Obergespan von Temes, bald als Ban von Slawonien aufscheinend, war er 1396 Oberbefehlsherr der königlichen Armee gegen die Türken.
1524 schenkte Ludwig II. die Güssinger Domänen dem Ban von Slawonien, Franz Batthyány. Dieser besaß hier von 1538 bis 1549 fünf bis sieben Ports (Höfe).
Der Freiherr Franz Batthyány besaß im Jahre 1599 zwanzig Häuser. Im Jahre 1608 scheinen nur noch zwei Port auf, das übrige wurde nach den Stürmen des Bocskaikrieges niedergebrannt. Die Haiducken verwüsteten in diesem Krieg fast alle Güter der Güssinger Herrschaft. Wie schon gesagt, gehörte Eltendorf zur so genannten Güssinger Provinz, anschließend zum Oberstuhlrichteramt St. Gotthard. Nach Anschluss des Burgenlandes an Österreich am 28. November 1921 gehörte Eltendorf neuerlich zum Bezirk Jennersdorf. Der Ort war zum Ende des Zweiten Weltkrieges Frontgebiet und hatte unter den Kämpfen schwer zu leiden. Durch Artilleriebeschuss wurde die Pfarrkirche der Gemeinde bis auf die Grundmauern zerstört. Mit dem Wiederaufbau begann man schon im Jahre 1946. Die neue Martin Luther Kirche konnte im Jahr 1948 geweiht werden. In den Jahren 1950 bis 1952 baute die Gemeinde eine neue Volksschule.
In der darauf folgenden Zeit vollzog sich ein tief greifender Strukturwandel. Die Landwirtschaft verlor an Bedeutung und viele junge Leute suchten Arbeit in der Industrie, welche im Bezirk Jennersdorf angesiedelt wurde. Mit Inkrafttreten des Gemeindestrukturverbesserungsgesetzes wurden am 1. Jänner 1971 die Gemeinden Zahling, Königsdorf und Eltendorf vereinigt. Somit wurde Eltendorf zur Großgemeinde mit ca. 1950 Einwohnern. Ab diesem Zeitpunkt wurden folgende Bauvorhaben in Angriff genommen und fertig gestellt: Das Kanalsystem wurde ausgebaut; 2 Wohnblöcke, der Bauhof, das Raika-Gebäude und eine Problemstoffsammelstelle entstanden im Laufe der Jahre. Weiters entstand ein neues Gemeindehaus mit Sitzungssaal; Straßen und Güterwege wurden ausgebaut. Seit 1. Jänner 1992 ist Königsdorf wieder eine selbstständige Gemeinde: Zahling blieb bei Eltendorf. Unter Bürgermeister Rudolf Mirth wurde 1993 die neue Brücke errichtet, außerdem sorgte er für eine neue Dorfgestaltung und schuf zusätzliche Parkplätze. Das Freizeitangebot wurde um zwei Tennisplätze, den Fußballplatz mit Kabinen und Tribüne sowie einen Schießplatz des burgenländischen Landesschießverbandes erweitert.
Übersetzung (c) Burgenland Bunch
| Postleitzahl | Einwohner (VZ 2001) | Fläche | Seehöhe |
|---|---|---|---|
| 7562 | 1009 | 3626 ha | 242 m |
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