Hagensdorf

Deutscher Name

Ungarischer Name

Kroatischer Name

  Hagensdorf

Karácsfa

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Hagensdorf: Willkommen Hagensdorf: Blick auf den Ort Hagensdorf: Kläranlage der Gemeinde Hagensdorf Hagensdorf: Ortseinfahrt Hagensdorf: Kirchenmodell Hagensdorf: Blick auf den Ort Hagensdorf: Feuerwehrhaus Hagensdorf: Hotel Schwabenhof, Heinz Luiser Hagensdorf: Kirche Hagensdorf: Kriegerdenkmal (mit Inschrift) Hagensdorf: Kindergarten Hagensdorf: Ortsdurchfahrt Hagensdorf: Kreuz Hagensdorf: Ortsdurchfahrt Hagensdorf: Kreuz zwischen Hagensdorf und Luising Hagensdorf: Ortsdurchfahrt Hagensdorf: Pferdewagen Hagensdorf: Ortsdurchfahrt Hagensdorf: Pferdewagen Hagensdorf: Kreuz am Friedhofsweg Hagensdorf: Ortseinfahrt Kreuz zwischen Hagensdorf und Luising Hagensdorf: Ziehbrunnen Hagensdorf: Ziehbrunnen, Blick hinein Hagensdorf: Ziehbrunnen Kreuz an der Kreuzung Hagensdorf/Strem/Heiligenbrunn Hagensdorf: Auf Wiedersehen

1221 - erste urkundliche Erwähnung von Hagensdorf als "Koracsony", später "Karachon", "Hadestorff" (1618)
13. Jhdt./2. Hälfte - Schleifung der Wehranlagen von Hagensdorf/Luising als Folge der "Güssinger Fehde" (1289)
1428 - erste urkundliche Erwähnung der Kirche von Hagensdorf
1656 -
Hagensdorf wird Teil der Pfarre Heiligenbrunn
1788 -
Hagensdorf wird zur Pfarre zu der auch Luising und Ungarisch Bieling gehören
1789 - Bau der Pfarrkirche Hagensdorf (teilw. aus dem Material der alten Kirche vom Friedhof)
18. Jhdt. - Schwaben siedeln sich, gefördert vom ungarischen Reichstag, unter anderem in Luising und Hagensdorf an
1843 - Großbrand in Hagensdorf - 70 Bauernhöfe und Söllnerhäuser wurden eingeäschert; durch den Wiederaufbau entstand das heutige Straßenbild
1850 - Freiwillige Feuerwehr Hagensdorf kauft eine Handdruckspritze
1919 - Friedensvertrag von Saint Germain (Burgenland kommt zu Österreich)
1920 -
ungarische Freischärler terrorisieren die Gemeinden
1921 - Venediger Protokoll
beschließt die Räumung des Burgenlandes von den ung. Freischärlern; Gräfin Erdödy (mit ihrem Mann auf Seiten der Freischärler) wird verwundet
1930 - Hagensdorf
hat 12 Kurgäste
1950 -
Neue Schule in Hagensdorf
1956 - ungarischer Volksaufstand;
der eiserne Vorhang wird von Ungarn entfernt
1957 -
Wiedererrichtung des eisernen Vorhanges nach der Niederschlagung des Volksaufstandes
1971 - Hagensdorf, Deutsch-Bieling, Reinersdorf
und Luising werden durch das Gemeindestrukturverbesserungsgesetz Ortsteile der Gemeinde Heiligenbrunn
1974 - Gründung des Fremdenverkehrs- u. Verschönerungsvereines Hagensdorf


Aufzeichnungen aus dem Jahr 1640 erwähnen Johann RECZER als "Richter" = Amtmann, Bürgermeister.

Familiennamen die in den Kirchenaufzeichnungen in der Mitte des 18. Jhdt. erwähnt werden sind:
 CSADL (CHANDL) MITTL (MIDL)
SAJHER (SAYER) LIEDL (LIENDL)
OEL (OELL) CITTERMANN
BABOS SMOGY (SOMODI)
GRÖGER MILNER
SCHUKECZ LOBETH
PALL ASTL
ZAK KOMLOSI
MATHAS VINDIS
WOLFF KLEPAIS
PARTL FINK
GRAFF WENY
SCHUSTER  

1788 - Hagensdorf wird zur Pfarre der auch Luising und Ungarisch Bieling angehören
Priester in Hagensdorf waren:

VALENTIS OFM Bonaventura 1788 - 1789
MÜLLER OFM Prokopius 1789 - 1790
SZÖGHI Martin 1790 - 1795
LIPOVICH OFM Marcarius 1795 - 1803
GASSNER OFM Hyazinthus 1803 - 1807
MARTINKOVITS Anton 1807 - 1811
RUESZ Franz 1811 - 1855
ILLES Franz 1856 - 1857
HÖSZLER Franz 1857 - 1865
SCHLAMADINGER Robert 1865 - 1866
SCHMIDT Josef 1866 - 1880
HERCZEGH Nikolaus 1880 - 1887
EBERHARD Josef 1887 - 1917
MISCHINGER Josef 1917 -

Lehrer in Hagensdorf waren (lt. vorhandenen Aufzeichnungen):

SAYER Emmerich, starb 1821, 31 J. alt - 1821
DÖKKER Mattias 1822 - 1832
VERZELY Franz 1834 - 1848
REITER Stefan 1853 - 1872
KETTNER Franz, angeblich über 30 Jahre - doch den Kirchenaufzeichnungen zufolge  bis 1875
KEESZ Franz 1876 - 1880
LOIDL Anton und seine Assistenten 1907 - 1912
SCHLAMADINGER  
PEIDL  
GLANACKY Karl und  
GALOS Julius 1914

Gedanken zum Friedhof (Copyright: ORF Burgenland):

Getrennte ewige Ruhe
"Im Tod sind alle gleich" - von dieser alten Weisheit lässt man sich offenbar in den südburgenländischen Gemeinden Hagensdorf und Luising nicht beeindrucken: Auf dem gemeinsamen Friedhof wird genau unterschieden, wo der Verblichene sein Leben geführt hat.
Hagensdorfer links, Luisinger rechts
Die Gemeindegrenze von Hagensdorf und Luising führt genau durch die Mitte des Friedhofs: Links des Weges werden die Hagensdorfer begraben, rechts die Luisinger. 
"Salomonischer" Friedhof
Auch die Lage des Friedhofshügels bevorzugt keine Gemeinde: Vom Friedhofshügel aus sind beide Ortschaften nicht zu sehen. Nach Hagensdorf sind es eineinhalb Kilometer. Nach Luising ebenso. 
Alles mal zwei
Im geteilten Friedhof auf dem gemeinsamen Hügel geht es streng, aber gerecht zu. Es gibt alles zwei Mal: einen Friedhofsbaum für die Hagensdorfer, einen für die Luisinger. Einen Wasserhahn für Luising, einen für Hagensdorf. Genauso wird es mit den Friedhofsbankerln und mit den Gießkannen gehalten.
Machtwort ums Kreuz
Das Friedhofskreuz ist die einzige Ausnahme. Früher gab es zwar zwei Kreuze, aber das war dem damaligen Bischof von Steinamanger dann doch um eines zu viel und er sprach ein Machtwort: ein Friedhof, ein Kreuz. 
Vom Sterben und Leben am Hügel
Der Friedhofshügel ist künstlich aufgeschüttet und hat eine Geschichte, die eng mit dem Leben und Sterben in der Region verbunden ist.
Vom Grab zur Burg ...
Ursprünglich war der Friedhofshügel wahrscheinlich ein urgeschichtlicher Grabhügel, der dann im Mittelalter zu einer Burg mit Kapelle und Wassergraben ausgebaut wurde, sagt der Archäologe Karl Kaus.
...und von der Burg zum Grab 
Aus dieser Burgkapelle wurde dann die erste Pfarrkirche. Rund um die Kirche entstand wieder ein Friedhof. Die Kirche wurde später aufgegeben - die Entfernung zu den Ortschaften war zu unbequem. Der Friedhof aber blieb. 
Ungewöhnliche Details
Aber auch sonst hat der gemeinsame geteilte Friedhof einige Besonderheiten aufzuweisen: Während auf anderen Friedhöfen Kindergräber meist versteckt oder bei der Friedhofsmauer zu finden sind, liegen sie in Hagensdorf-Luising an prominentester Stelle beim Friedhofskreuz.
Zauberzeichen gegen böse Geister
Außerdem wurden in so machen Gräbern Zauberzeichen angebracht, die die Toten vor bösen Geistern und Hexen schützen sollen. 

1640 Johann RECZER was "Richter". Old surnames of Hagensdorf according to the Heiligenbrunn baptism records (mid of 18th century): CSADL (CHANDL), MITTL (MIDL), LIEDL (LIENDL), CITTERMANN, SAJHER (SAYR), OEL (OELL), BABOS, SOMOGY (SOMODI), GRÖGER, MILNER, SCHUKECZ, LOBETH, PALL, ASTL, ZAK, KOMLOSI, MATHAS, VINDIS, WOLFF, KLEPAIS, PARTL, FINK, GRAFF, WENY, SCHUSTER.

A fire on 21 Apr 1843 burned 70 houses. Only the church, the vicary, and a few houses were spared.

The church (St. Kosmas and Damian) already existed in 1482. Hagensdorf was a part of Heiligenbrunn parish 1656-1788, became an independent parish in 1788, including villages Luising and Ungarisch Bieling. Baptism records in Heiligenbrunn started 1746, so for 1746-88 this is the source for the villages mentioned above.

Priests: Bonaventura VALENTIS OFM (1788-89), Prokopius MÜLLER OFM (1789-90), Martin SZÖGHI (1790-95), Marcarius LIPOVICH OFM (1795-1803), Hyazinthus GASSNER OFM (1803-07), Anton MARTINKOVITS (1807-11), Franz RUESZ (1811-55), Franz ILLES (1856-57), Franz HÖSZLER (1857-65), Robert SCHLAMADINGER (1865- 96), Josef SCHMIDT (1866-80), Nikolaus HERCZEGH (1880-87), Josef EBERHARD (1887-1917), Josef MISCHINGER (1917-??).

Known teachers: Emmerich SAYER (died 1821 aged 31), Matthias DÖKKER (1822-32), Franz VERZELY (1834-48), Stefan REITER (1853-72), Franz KETTNER (1875, said to have been here for 30 years); but baptism records say: Franz KEESZ (1876-80); Anton LOIDL (1907-12), his successors: SCHLAMADINGER, PEIDL, Karl GLANACKY, 1914 Julius GALOS.

(source: V+H Nr. 3-5/1957)
Übersetzung (c) Burgenland Bunch

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