Heiligenbrunn

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Kroatischer Name

Heiligenbrunn

Szentkut

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Heiligenbrunn: Willkommen in Heiligenbrunn Heiligenbrunn: Blick auf die Ortschaft Heiligenbrunn: Ort Heiligenbrunn: Ort Heiligenbrunn: Blick auf die Ortschaft Heiligenbrunn: Sportplatz Heiligenbrunn: Gemeindeamt und Kirche Heiligenbrunn: Gemeindeamt Heiligenbrunn: Kapelle Hl. Ulrich, Wallfahrtskapelle; urkundlich 1198; anstelle einer älteren Brunnenkapelle 1926 erbaut, rest. 1977/78 Heiligenbrunn: Kellergasse; Kellerviertel oberhalb des Ortes und nördlich längs des Stifterberges; lockere Reihung von Weinkellern und Speichern zwischen Obstbäumen, 18. Und 19. Jh., seit 1963 umfassende Erhaltungsaktion; seit 1969 unter Landschaftsschutz Heiligenbrunn: Kapelle Hl. Urban (1993) Heiligenbrunn: Fass beim Buschenschank Pfeiffer Heiligenbrunn: Keller von Karin und Manfred Lebitsch in der Kellergasse; Kellerviertel oberhalb des Ortes und nördl. längs des Stifterberges; lockere Reihung von Weinkellern und Speichern zwischen Obstbäumen, 18. Und 19. Jh., seit 1963 umfassende Erhaltungsaktion; seit 1969 unter Landschaftsschutz Heiligenbrunn: Kirche, Hl. Clemens, mittelalterliche Pfarre Heiligenbrunn: Ortseinfahrt Heiligenbrunn Heiligenbrunn: Kreuz Heiligenbrunn: Kriegerdenkmal (mit Inschrift) Heiligenbrunn: Gasthof und Hotel Krutzler, 7522 Heiligenbrunn 16, Tel.: 03324/7240 oder 7241  Fax: 03324/7255 Heiligenbrunn: Ortsdurchfahrt Heiligenbrunn: Ortsdurchfahrt Heiligenbrunn: Volksschule Heiligenbrunn: Blick auf die Ortschaft Heiligenbrunn: Blick auf die Ortschaft Heiligenbrunn: Blick auf die Ortschaft Heiligenbrunn: Blick auf die Ortschaft Heiligenbrunn: Auf Wiedersehen

In der Gegend von Heiligenbrunn befinden wir uns im Südburgenländischen Hügelland, einer sanften, lieblichen Landschaft am Abhang zur kleinen pannonischen Tiefebene in der Nähe der Mündung der Strem in die Pinka. Das Südburgenland zeichnet sich immer noch durch landschaftliche Schönheit und Reichhaltigkeit aus und begrüßt den Besucher mit vielen ökologisch noch weitgehend intakten Flächen und floristischen Besonderheiten. Das die Landschaft hier in jeder Hinsicht als durchaus bevorzugt bezeichnet werden darf, können Sie auch in den Produkten der lokalen Landwirte schmecken - versuchen Sie die lokalen Spezialitäten, allen voran das hiesige Kürbiskernöl, aber auch die Fruchtsäfte etc. – sie werden begeistert sein!

Eine der europaweit einzigartigen botanischen Spezialitäten ist das Vorkommen der Schachblume (Fritillaria meleagris), die zeitig im Frühjahr und nur hier in den sumpfigen Auwäldern und Wiesen zwischen Heiligenbrunn, Hagensdorf und Luising blüht. Überhaupt sind diese Auwälder entlang des Strembaches ein interessantes Refugium für verschiedene, seltene Tier- und Pflanzenarten.

Das prägnanteste landschaftliche Element in Heiligenbrunn ist aber der Wein. Die Weinstöcke am Stifterberg im Zusammenspiel mit den Weinkellern machen erst aus einer Landschaft eine "Weinlandschaft" - und eine solche ist doch immer etwas besonderes!

Stroh decken:

Ein Gutteil der Heiligenbrunner Keller ist noch in der traditionellen Strohdecktechnik gedeckt. Nur bei einigen im 20. Jahrhundert errichteten Objekten wurde aus wirtschaftlichen Gründen – das Strohdecken ist arbeits- und zeitaufwendig, teuer und außerdem stand nicht immer genügend Stroh der geeigneten Art und Qualität zur Verfügung – hauptsächlich mit Ziegeln oder Betonsteinen gedeckt. Das hat auch mit der leichteren und billigeren Verfügbarkeit der Ziegel im letzten Jahrhundert zu tun, die zudem auch haltbarer sind.

Das Strohdach hat aber den Vorzug in unvergleichlicher Weise hitze- und kälteabwehrend zu sein und für ein angenehmes Raumklima zu sorgen. Es ist ein Rofendach, bei dem die abgeästeten Stangen am Firstbaum befestigt hängen. Der Firstbaum wiederum wird von zwei einander kreuzenden Schräghölzern, den Scherenständern oder "Sperrhax’n" getragen. Als Dachlatten dienen Rundhölzer, die mit Holznägeln befestigt sind. An sie werden die Strohschaben (Schauben) gebunden. Die Deckungsart ist das Schabeldach mit weicher, welliger Oberfläche (Ähren nach außen). An den Kanten der Walme entstehen durch die Überdeckung der Schauben die "Katzenstiege", sie geben dem Dach eine charakteristische Zierform.

Nichtsdestotrotz ergibt sich gerade aus der Strohdeckung der Kellerstöckel das einzigartige Flair und sie vermitteln ein einmaliges Bild einer altartigen Dachlandschaft. Die Lebensdauer der Strohdächer schwankt stark in Abhängigkeit von der Strohqualität und der laufenden Instandhaltung und Pflege. Sie beträgt im Allgemeinen zwischen 10 und 30 Jahren.

Die Kosten eines Strohdaches liegen zur Zeit etwa beim Dreifachen eines vergleichbaren Ziegeldaches. Die Deckungsform des Schabeldaches ist in Europa heute bereits eine Rarität. Das Stroh dazu muss mit der Sichel geerntet und händisch ausgedroschen werden, da Maschinen die Getreidehalme brechen würden. Danach wird es ausgerecht und mit Stroh zu Schauben gebunden. Als Strohgetreide wird fast ausschließlich Roggen verwendet, der aus Niederösterreich oder aus Slowenien stammt. Heute ist nur noch eine Dachdeckerpartie in Heiligenbrunn unterwegs. Es ist zu hoffen, dass das Wissen um das Decken von Strohdächern nicht bald schon verloren geht.

Chronik:

1198 - erste urkundliche Erwähnung "Sacrum Fons" (= Heiliger Brunnen); später "Scentkut" (1342), "Heylebrunn" (1744) - Teile der heutigen Gemeinde gehen bis auf die Schenkung Wolfers (1157) an die Benediktiner zurück; teilweise entstanden sie auch aus Gutshöfen der 1183 gegründeten Zisterzienserabtei in St. Gotthard.
1221 - erste urkundliche Erwähnung von Hagensdorf "Koracsony", später "Karachon", "Hadestorff" (1618)
1225 - Güssing hat als Urpfarre Patronatsrechte über die Kirche in Heiligenbrunn
13. Jhdt./2. Hälfte - Schleifung der Wehranlagen von Hagensdorf/Luising als Folge der "Güssinger Fehde" (1289)
1452 - erste urkundliche Erwähnung von Reinersdorf "Salman", später "Zsalman", "Zaalmar", "Sarmar"
14. u. 15. Jhdt. - Heiligenbrunn im Besitz der Ellerbacher, Hedervary und Pauliner
1375 - Deutsch-Bieling wird erstmals nachweislich genannt - "Bykus"
1428 - erste urkundliche Erwähnung der Kirche von Hagensdorf
1455 - "Lovazad" - erste urkundliche Erwähnung von Luising; später "Linsing" (1773), "Luißing" (1786)
1674 - erster offizieller Bericht über "Klemenskirche" in Heiligenbrunn
1697 - erste Erwähnung der Schule Heiligenbrunn
1698 - zur Pfarre Heiligenbrunn gehören:
Hagensdorf, Luising, Strem, Sumetendorf, Deutsch Bieling, Deutsch and Kroatisch Reinersdorf
18. Jhdt. -
Heiligenbrunn fällt an die Batthyany
18. Jhdt. - Schwaben
siedeln sich, gefördert vom ungarischen Reichstag, unter anderem in Luising und Hagensdorf an
18. Jhdt. -
die Wirtschaftsgebäude und Keller in der Kellergasse sind bereits in Betrieb, weitere entstehen
1757 -
erster schriftlicher Nachweis über Wallfahrten zur "Ulrichskapelle"
1764 - Neuer Kirchenbau aus solidem Material unter Adam Batthyany
1788 -
Hagensdorf und Luising verlassen die Pfarre
1789 - Bau der Pfarrkirche Hagensdorf (teilw. aus dem Material der alten Kirche vom Friedhof)
1831 - älteste Aufzeichnung über das bestehen einer Schule in Deutsch-Bieling
1843 - Großbrand in Hagensdorf - 70 Bauernhöfe und Söllnerhäuser wurden eingeäschert; durch Wiederaufbau entstand heutiges Straßenbild.
1850 - Freiwillige Feuerwehr Hagensdorf kauft eine Handdruckspritze
1876 - Schulbau in Heiligenbrunn
1919 - Friedensvertrag von Saint Germain (Burgenland kommt zu Österreich)
1920 - ungarische Freischärler terrorisieren die Gemeinden
1921 - Venediger Protokoll beschließt die Räumung des Burgenlandes von den ung. Freischärlern; Gräfin Erdödy (mit ihrem Mann auf Seiten der Freischärler) wird verwundet.
1921 - Luising noch bei Ungarn; Bauern müssen über Zollstation auf Hagensdorfer Felder und Weingärten.
1923 - Luising zu Österreich
1924 - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Deutsch-Bieling
1925 - Gründung der Freiwilligen Feuerwehren Heiligenbrunn, Luising und Reinersdorf
1926 - Ulrichskapelle wird neu gebaut (heutige Fassung 1979)
1930 - Heiligenbrunn ist eine Fremdenverkehrsgemeinde - 10 Kurgäste (1991 - 4067 Nächtigungen), Hagensdorf 12 Kurgäste.
1932/36 - Strembachregulierung
1938 - erstmals elektrisches Licht in Luising
1940 - Fertigstellung der Schule in Luising
1941 - Reinersdorf wird an das Stromnetz der STEWEAG angeschlossen
1950 - Neue Schule in Hagensdorf
1953 - Bundeskanzler Raab und Altbundeskanzler Figl besuchen mit LH Karall Deutsch-Bieling
1956 - ungarischer Volksaufstand; der eiserne Vorhang wird von Ungarn entfernt
1957 - Wiedererrichtung des eisernen Vorhanges nach Niederschlagung des Volksaufstandes
1959 - Eröffnung des neuen Schulgebäudes in Heiligenbrunn
1960 - Schulumbau in Deutsch-Bieling (wird 1967 geschlossen)
1966/68 - Schulen werden geschlossen in Luising, Reinersdorf
1968 - Gründung des SV-Heiligenbrunn
1971 - durch Gemeindestrukturverbesserungsgesetz werden Deutsch-Bieling, Hagensdorf, Reinersdorf und Luising Ortsteile der Gemeinde Heiligenbrunn
1973 - Gründung des Ortsweinbauvereines Heiligenbrunn
1974 - Gründung des Fremdenverkehrs- u. Verschönerungsvereines Hagensdorf
1980 - Gründung des Vereines "Singkreis Reinersdorf"
1989 - Gründung des Vereines "Freunde des Uhudler"
1992 - Gründung des örtlichen Tourismusverbandes
1997 - FFW-Heiligenbrunn erzielt Goldmedaille bei WM in Dänemark
1998 - Wappenverleihung


Die Namensliste der Bevölkerung  von Heiligenbrunn im Jahr 1750:

Bauern:

KRAMER WAGNER
TRAUTMANN GARGER
LUKA MARX
DEUTSCH TRINKL
KOLLER KOLMANN
KUMMER KULETZ
SCHALLER GRATZER
FANDL ULRICH
LORENZ SAYER
MENDL SCHMIEDT
HOFFER HITTER
HADERSVOLFF HASZ

Taglöhner

KOLMANN und MART

Weitere Familiennamen - aus Kirchenaufzeichnungen:

DIR SUKITS
DÖR KOBER
KO RECKER
KOCH GEIR
LEVICS HADEN
HAIGL SCHALCHER
STRANZL HOAR
FIEGER PELTZMANN
STUKITS

1698 gehören zur Pfarre Heiligenbrunn: Hagensdorf, Luising, Strem, Sumetendorf, Deutsch Bieling, Deutsch Reinersdorf und Kroatisch Reinersdorf. Luising und Hagensdorf verließen 1788 die Pfarre. Bis ungefähr 1800 wurden die Toten der gesamten Pfarre in Heiligenbrunn begraben. Der Friedhof befand sich um die Kirche (bis ca. 1833).

Priester in Heiligenbrunn waren:

HATZEL Ignaz - 1756
SUMLICZ Jakob 1756-
WAGNER Michael Josef 1769 - 1784
GENSZKY 1785 - 1788
RIVOSITS Philipp 1795 - 1806
ZADROVITS Johann 1809 - 1810
KOVATSITS Ignaz 1810 - 1828
KORBATSITS Lukas 1828 - 1833
LENDL Ferdinand 1833 - 1839
JANOSY Johann 1839
MARKOVITS Matthias 1839 - 1842
OSZTOVITS Georg 1853 - 1854
HATZL Franz, BAUMGARTNER Karl bis 1873
BARKOVICS Franz 1873 - 1876
PAVDY  Kaspar 1876 - 1918
MITNYEK Matthias 1918 - 1923
KOSS Vinzenz 1923 - 1924
MISCHINGER Josef 1924 - 1926
SCHIE Gregor 1926 - 1929

1697 wurde erstmals die Schule in Heiligenbrunn erwähnt. Lehrer in Heiligenbrunn waren:

SAJER Stefan 1757
PAZMAN Paul 1810 - 1852
BAUER Anton 1852 - 1856
MAYER Johann 1886 - 1923
PULKER Franz 1923 - 1924
SCHNEIDER Rudolf 1924 - 1925
WIEDERMANN Leopold 1925 -

Old settlement, known to have already existed in 1198.

Farmer families in 1750: KRAMER, TRAUTMANN, LUKA, DEUTSCH, KOLLER,
KUMMER, FANDL, LORENZ, MENDL, HOFFER, HADERSVOLFF, WAGNER, GARGER, MARX, SCHALLER, TRINKL, KOLMANN, KULETZ, GRATZER, ULRICH, SAYER, SCHMIEDT, HITTER, HASZ. Söllner families: KOLMANN and MART. Additional surnames as found in the church records: MILLNER, DIR, DÖR, KO, KOCH, LEVICS, HAIGL, STRANZL, FIEGER, STUKITS, SUKITS, KOBER, RECKER, GEIR, HADEN, SCHALCER, HOAR, PELTZMANN.

In 1698 the Heiligenbrunn parish included: Hagensdorf, Luising, Strem, Sumetendorf, Deutsch Bieling, Deutsch and Kroatisch Reinersdorf. (Hagensdorf and Luising left the parish in 1788.) Until around 1800 the dead of the whole parish were buried in Heiligenbrunn (the cemetery was surrounding the church until 1833). Priests: Ignaz HATZEL (-1756), Jakob SUMLICZ (1756-), Michael Josef WAGNER (1769-84), GENSZKY (1785-88), Philipp RIVOSITS (1795-1806), Johann ZADROVITS (1809-10), Ignaz KOVATSITS (1810-28), Lukas KORBATSITS (1828-33), Ferdinand LENDL (1833-39), Johann JANOSY (1839), Matthias MARKOVITS (1839- 42), Georg OSZTOVITS (1853-54), Franz HATZL, Karl BAUMGARTNER (-1873), Franz BARKOVICS (1873-76), Kaspar PAVDY (1876-1918), Matthias MITNYEK (1918-23), Vinzenz KOSS (1923-24), Josef MISCHINGER (1924-26), Gregor SCHIE (1926-29).

Teachers: Stefan SAJER (1757), Paul PAZMAN (1810-52), Anton PAUER (1852-56), Johann MAYER (1886-1923), Franz PULKER (1923-24), Rudolf SCHNEIDER (1924-25), Leopold WIEDERMANN (1925-).

(source: V+H Nr. 7-9/1957)
Übersetzung (c) Burgenland Bunch

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