Kukmirn: Katholische Kirche
Lage der Kirche: im Ortskern von Kukmirn. Geschichte: In den ersten christlichen Jahrhunderten gehörte das Gebiet um Kukmirn zur alten Diözese Sabaria (Steinamanger), seit der Karolingerzeit zählte es zum Kirchendistrikt Salzburg. Nach der Gründung der Diözese Raab unterstand das Gebiet bis zur Lafnitz dieser Kirchenprovinz. Als zur Zeit Maria Theresias die Diözese Steinamanger gegründet wurde (1777), lag die Pfarre Kukmirn in diesem Bereich. In den Jahren von 1922 bis 1960 gehörte sie zur Apostolischen Administratur Burgenland, seit 1960 untersteht die Pfarre Kukmirn der Diözese Eisenstadt. Die heutige Pfarrkirche zu Ehren des Hl. Josef dürfte in der Zeit zwischen 1760 und 1765 entstanden sein. Die Kirche büßte während des Ersten Weltkrieges vier Glocken und alle Orgelpfeifen ein. Dank einer großzügigen Spende aus Amerika gelang es, sofort nach Ende des Krieges zwei neue Stahlglocken anzuschaffen, die zur Not ihren "Dienst" versahen. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Kirche nicht nur ausgeraubt, sondern auch schwer beschädigt. 1952 wurde der Bau wieder instand gesetzt. Äußeres: Eine nur noch schwer lesbare Inschrift im Fassadengiebel der Pfarrkirche zum Hl. Josef besagt, dass das Gotteshaus in den Jahren 1760 bis 1765 erbaut wurde. Im Rahmen der Kirchenrenovierung des Jahres 1937 wurde das heutige Kirchendach errichtet. Die Glocken wurden 1957 durch drei neue ersetzt, die vom damaligen Kanzleidirektor Msgr. Ettl am 26. 5. 1957 zu Ehren der Friedenskönigin Maria, des Hl. Christophorus und des Hl. Josef geweiht wurden. Innenraum: Der Hochaltar verfügt über ein bemerkenswertes Gemälde (1770), das den Hl. Josef darstellt. Das Kunstwerk wurde 1887 von Franz Rohrer restauriert und im Zuge der letzten Kirchenerneuerung wieder in den ursprünglichen Zustand gebracht. Neben dem Bild des Kirchenpatrons zieren Statuen des Hl. Johannes des Täufers und des Hl. Apostels Bartholomäus den Hochaltar. Der Tabernakel konnte durch Spenden im Jahr 1925 angeschafft werden. Der Seitenaltar (17. Jahrhundert), der gedrehte Säulen aufweist, wurde bei der Restaurierung genauer untersucht. Der Altar stand offenbar bereits in der Vorgängerkirche in Verwendung und wurde nach dem Neubau in das neue Gotteshaus übertragen. Im Zuge der Untersuchungen stellte man fest, dass sich unter dem Anstrich des Altaraufbaues als Originalfarbe neben dem Gold auch ein Blau befindet. Der Tabernakel dieses Altares ist eindeutig jüngeren Datums. Die angegebene Jahreszahl 1775 gibt uns eine exakte Auskunft über die Entstehungszeit. Vermutlich fertigte man zur Zeit der Übertragung des wertvollen Seitenaltares aus der Vorgängerkirche auch die interessante Marienstatue, um die neue Kirche zusätzlich zu bereichern. Die Pfarrkirche wurde 1760 - 1765 erbaut.