Maria-Bild: Kirche, erbaut 1793

Maria-Bild: Kirche, erbaut 1793

Lage der Kirche: Die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung liegt im Kirchweiler Maria Bild, auf einem Hügel nahe Weichselbaum. Geschichte: Die Legende vom Gnadenbild des Gotteshauses hat ihre Wurzeln im ungarischen Marienwallfahrtsort Maria Pötsch (= Máriapócs), einem kleinen Dorf nahe der rumänisch-russischen Grenze, etwa 250 km östlich von Budapest. Im Jahre 1676 schuf ein einfacher Dorfmaler für die dortige Filialkirche ein Marienbild. Als Vorlage diente ihm das bekannte Gemälde "Maria Schnee", das der Überlieferung nach auf den Evangelisten Lukas zurückgehen soll. Das künstlerisch unbedeutende Bild von Maria Pötsch soll etwa 20 Jahre nach seiner Aufstellung zu weinen begonnen haben. Dieses außergewöhnliche Ereignis konnte vom 4. Nov. bis 8. Dez. 1696 beobachtet werden. Die "weinende Madonna" wurde zum Mittelpunkt einer großen Wallfahrtsbewegung. Als Leopold I. von dem wundersamen Bild erfuhr, ließ er es nach Wien bringen und im Stephansdom anbringen. Nach 1945 wurde für das Kunstwerk ein eigener Altar errichtet. Seit mehr als 200 Jahren besitzt die Kirche Mariä Heimsuchung eine Kopie dieses Gnadenbildes. Der Zisterzienserpater Gerhard Haur, der in St. Gotthard seelsorglich tätig war, hatte die Kopie der weinenden Madonna von Maria Pötsch in das Gebiet von Weichselbaum gebracht und an einem Baum befestigt. Hier pflegte der Geistliche sein Gebet zu verrichten. Ein Holzarbeiter soll das Bild wiederholt ins Tal getragen haben, von wo es jedoch immer wieder zum Baum zurück kehrte. Als die Schar der Betenden größer wurde, baute man eine Kapelle. 1787 wurde Maria Bild selbständige Pfarre für die Siedlungen Maria Bild, Krobotek, Rax-Bergen und Unterhenndorf. Die Pfarrkirche konnte erst im Jahre 1793 geweiht werden. Äußeres: An die einschiffige Saalkirche mit halbrunder Apsis schließt im Süden der Fassadenturm an, der einen Spitzhelm trägt. Innenraum: Der dreijochige Raum weist Platzlgewölbe zwischen Gurten auf Doppelpilastern auf. Die platzlunterwölbte Empore ruht auf Pfeilern. Der Hochaltar wurde im Jahre 1958 aus verschiedenen Altarteilen aus dem 18. und 19. Jahrhundert zusammengestellt. Die Mensa zieren spätbarocke Wappen. Die Kanzel wurde im späten 18. Jahrhundert gebaut. Über der Tür zur Sakristei hängt ein modernes Gemälde mit Akanthusrahmen, das Mariä Heimsuchung zum Inhalt hat.

Folgende Wege stehen dem Pilger zur Verfügung:
Engelweg (kürzester Teilweg, Gehzeit 50 - 60 min., anspruchsvolle An- und Abstiege) "Denn er hat seinen Engeln empfohlen, dich zu behüten auf all deinen Wegen." Machen Sie sich mit dieser Gewissheit auf den Weg und nehmen Sie sich Zeit für die kleinen Wunder, die Ihnen auf Ihrer Wanderung begegnen werden!

Rosenweg (zweitlängster Teilweg, Gehzeit 90 - 100 min., sanfter Abstieg ins Tal, anspruchsvoller Anstieg im Wald) Die Rose, die Blume der Gottesmutter, wird Sie in natura und künstlerisch bearbeitet auf Ihrem Weg durch ein liebliches Tal begleiten!

Wasserweg (längster Teilweg, Gehzeit 110 - 130 min., anspruchsvolle An- und Abstiege, idyllischer Weg entlang des Baches) Wasser, der Quell des Lebens, wird Ihr Begleiter sein. Wann haben Sie zuletzt das Blubbern und Glucksen eines Baches gelauscht, wann Ihre Stimme geschärft? Auch eine Meditationsstation erwartet Sie!