Mühlgraben

Deutscher Name

Ungarischer Name

Kroatischer Name

Mühlgraben

Malomgödör

 

Mühlgraben: Ortstafel Mühlgraben: Willkommen Mühlgraben: Blumen Mühlgraben: Tafel Deutscheck Mühlgraben: Deutschecker Kreuz Mühlgraben: Feuerwehr Mühlgraben: Kriegerdenkmal (mit Inschrift) Mühlgraben: Ort Mühlgraben: Ort Mühlgraben: Ort Mühlgraben: Ort Mühlgraben: Pferde Mühlgraben: Pferde Mühlgraben: Sportplatz Mühlgraben: Volksschule & Kindergarten Mühlgraben: Wegweiser Mühlgraben: Auf Wiedersehen Mühlgraben: Ortsende

Mühlgraben liegt am Dreiländereck zwischen Österreich, Ungarn und Slowenien. Die Ortschaft hat eine Fläche von 555 ha, und liegt in etwa 300 bis 392 m Seehöhe. Die Einwohnerzahl beträgt ca. 450 Menschen.

Geschichte und Entwicklung
Mühlgraben, vor 1921 Malomgódór genannt, war bis 1970 eine selbständige Gemeinde. Von 1971 bis 1992 wurde die Gemeinde ein Ortsteil von Neuhaus am Klausenbach. Aus einem Siedlungsbuch geht hervor, das der Ort erstmals 1387 mit dem Namen Mechnuk genannt wurde. Der Ortsname verdankt seine Entstehung vermutlich einem Rinnsal, an dem eine Mühle stand. Weitere Namen sind im Siedlungsnamensbuch zu finden: 1555: "Milihgrom", 1660: "Melgrob", 1698: "Milgrom" und seit 1751: "Mühlgraben" (Urbar von Neuhaus a. Klb).
Im Jahre 1958 wurde in Mühlgraben mit dem Bau einer Volksschule begonnen, die bereits ein Jahr später fertiggestellt war. Erst mit diesem Moment begann das gesellschaftliche Zusammenwachsen innerhalb der Gemeinde; früher waren die Kinder des Ortes in den Schulen der umliegenden Gemeinden unterrichtet worden. 1973 wurde in Mühlgraben mit dem Bau eines Sportplatzes begonnen. Im Jahre 1985 entstand die Kindergartengruppe Mühlgraben als Teil des Kindergarten Neuhaus/Klb. 1991 wurde der Kindergartenbetrieb wieder gesperrt. Diese Maßnahme war wohl letztendlich der Anlaß für eine neuerliche Trennung von der Großgemeinde Neuhaus. Auf Initiative des Elternvereines wurde der Kindergarten umgebaut und noch im Herbst des selben Jahres als Privatkindergarten wieder eröffnet. Nach der Gemeindetrennung übernahm die Gemeinde wieder den Betrieb. Seit Jänner 2003 ist hat die Gemeinde, nach vormaliger Verwaltungsgemeinschaft mit Neuhaus/Klb, auch wieder ihre eigene Gemeindeverwaltung inne (inklusive Standesamt).

In Mühlgraben leben 53 Prozent Evangelische, 40 Prozent Katholische und 7 Prozent "Andere", Menschen.

Rasanter Aufschwung
Seit 1992 ist Mühlgraben wieder selbständig und die kleinste Gemeinde des Bezirkes Jennersdorf. In der Ortschaft Mühlgraben gibt es eigentlich keinen richtigen Ortskern. Die Häuser sind auf den ganzen Hotter aufgeteilt. Lediglich Siedlungsgruppen lassen sich erkennen. Die sich durch die Siedlungsgruppen ergebenden dezentralen Plätze werden mit Hilfe der Gemeinde als jeweilige "Mittelpunkte" gestaltet. Die Siedlungsstruktur erfordert deshalb ein langes Straßennetz, welches zurzeit mit einer neuen Asphaltdecke überzogen wird.
Auch die Ortsdurchfahrt erscheint im neuen Glanz. Neben dem neu angelegten Gehsteiges ist die Ortsdurchfahrt auch von Bäumen, Sträuchern und Blumen gesäumt. Der Dorfbach (ca. 200 m, welcher beim Sportplatzbau begradigt wurde) ist im Rahmen des Hochwasserschutzbaues rückgebaut worden. Seine Ufer wurden mit heimischen, standortgerechten Gehölzern wieder bepflanzt.


Um den steigenden Bedarf an Wohnungen zu decken und damit der Abwanderung entgegenzuwirken, hat die Gemeinde Siedlungshäuser errichtet. In der neu sanierten und erweiterten Volksschule wurden Startwohnungen für Jungfamilien errichtet. Die Volksschule bekam einen Turnsaal zugebaut und das bestehende Schulgebäude wurde generalsaniert. Jüngstes Bauprojekt war das neue Feuerwehr- und Gemeindehaus. Auch hier wurden im Dachgeschoß Wohnungen errichtet.

Wirtschaft
Früher beschäftigten sich die Menschen hier größtenteils mit Landwirtschaft und Viehzucht. Mittlerweile hat sich ein Strukturwandel vollzogen. Mühlgraben hat sich von einer Landwirtschafts- zu einer Arbeitnehmergemeinde entwickelt, wobei der größte Teil auspendeln muß. Parallel dazu hat sich Kleingewerbe angesiedelt und bildet einen bedeutenden Faktor für die Wirtschaft in der Gemeinde.
Ebenso werden deutliche Zeichen in Richtung Jugend gesetzt. So war die Gemeinde Mühlgraben 1993 Preisträger im Bewerb "Jugendfreundlichste Gemeinde des Burgenlandes".
Als aufstrebende Tourismusgemeinde werden von Seiten der Gemeinde auch in dieser Richtung Zeichen gesetzt.

Politik
Das politische Machtverhältnis in Mühlgraben ist eindeutig und wie folgt:

8 Gemeinderäte
3 Gemeinderäte

Von den 11 Gemeinderäten gehören 8 der SPÖ und 3 der ÖVP an. Die FPÖ hatte bei der letzten Gemeinderatswahl nicht kandidiert. Der jetzige Bürgermeister, seit der GR-Wahl im Oktober 2002, heißt Ing. Reinhard Knaus. Die SPÖ stellt unter anderem auch den Vizebürgermeister und den Gemeindekassier. Die Politik hatte in der Mühlgrabener Gesellschaft einmal einen großen Stellenwert. Tendenz fallend.

Bürgermeister seit 1910:
Michael Prem (bis 1910)
Josef Holzmann (1910 - 1918)
Karl Halb (1918 - 1933)
Karl Holzmann (1933 - 1938)
Franz Weber (1938 - 1945)
Johann Lipp (1945 - 1946)
Peter Gartner (1946 - 1950)
Eduard Prem (1950 - 1958)
Karl Knaus (1958 - 1962)
Wilhelm Knaus (1962 - 1965)
Karl Knaus (1965 - 1967)
Dir. Franz Jud (1967 - 1970)
Wilhelm Halb (1992 - 2002)
Ing. Reinhard Knaus (ab 2002)

Homepage der Gemeinde: http://www.muehlgraben.at

Postleitzahl Einwohner (VZ 2001) Fläche
Seehöhe
8385 437 555 ha 387 m

Besuchen Sie uns auch auf www.austria-sites.com