Olbendorf

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Olbendorf Óbér Lovrenac

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Olbendorf liegt nordöstlich von Stegersbach an der Verbindungsstrasse Stegersbach - Olbendorf - Oberdorf - Unterwart - Oberwart, auf 7 Hügel in einem Tale gegen Süden gerichtet. Die Entfernung nach Stegersbach beträgt ca. 6 km, nach Oberwart ca. 12 km. Mit einem Flächenausmaß von 1.740 ha ist die Gemeinde Olbendorf eine der größten Streusiedlungen des Burgenlandes. Häuser sind fast auf das ganze Gemeindegebiet zerstreut. Den Chroniken nach ist das schon von jeher so gewesen. Mit einer überaus reizvollen Landschaft lädt es zum Erholen und Genießen ein. Man hat schöne Ausblicke bis auf die Riegersburg in der Steiermark.

Die Seehöhe der Gemeinde wird amtlich mit 285 m angegeben, was aber nur einen Mittelwert darstellt. Die höchste Stelle liegt im Schoada und erreicht ca. 400 m. Olbendorf besteht aus 9 Ortsteilen:
  • Bergen
  • Dorf
  • Eisenberg
  • Greiner
  • Haxbach
  • Mittermühl
  • Schoada
  • Tulmen
  • Untermühl

 

Das Dorflogo weist symbolisch auf die 9 Ortsteile sowie auf die Sage der versunkenen Glocke hin.

Besuchern sowie Einheimischen bietet Olbendorf Freizeitaktivitäten verschiedenster Art. Durch den großen Waldanteil und die reizvolle Landschaft bietet sich die Gemeinde außerordentlich zum Wandern und Radfahren an.

Die Parkanlage Mittermühl mit Pavillon, Biotop und Kapelle sowie die Eisenberger Pilzling, das Bergler Kreuz, das Marterl im Schoada und das Greiner Kreuz stellen ebenso besuchenswerte Sehenswürdigkeiten dar.

Olbendorf und seine Geschichte ... 

Im ungarischen Staatsarchiv wurde Olbendorf als "Castro Olber" (Schloss Olber) erstmalig 1272 urkundlich erwähnt. Dass hier einmal eine Burg oder ein befestigtes Schloss gewesen sein muss, geht aus der noch heute gebräuchlichen Bennennung des südöstlich der Kirche liegenden Hügels als "Schlossriegel" hervor.

1289 wurde die Burganlage von Herzog Albrecht II. erobert. Somit ergibt sich, dass Olbendorf vor 1289 und nach 1291 bis 1468 den Grafen von Güssing gehörte. 1469 schenkte König Matthias Vorvinus "Alber oder Alberdorff" mit verschiedenen anderen Gemeinden dem Adeligen Andreas Baumkirchner. Von 1538 bis 1566 finden wir "Albyr oder Holbendorf" im Besitz von Longinus von Pukhamar oder Puchhaim, des Burgherren von Schlaining. Von 1566 bis zum Ende der Grundherrschaft waren die Batthyány die Grundherren von Olbendorf. Infolge des Feldzuges von 1605 brannte der Großteil des Dorfes ab.

Auch die zweite Pestepidemie verschonte das Dorf nicht. Die Revolutionsjahre 1848/49 gingen auch an Olbendorf nicht spurlos vorüber. Der Zehent wurde abgeschafft und die Grundfreiheit verfügt.

Der Anschluss des Burgenlandes an Österreich im Jahr 1921 verlief für Olbendorf relativ ruhig. Grund dafür war sicher die Lage des Ortes, da es abseits aller Verkehrswege liegt.

Beide Weltkriege forderten große Opfer unter der Bevölkerung. Im April 1945 kamen erste russische Soldaten nach Olbendorf, viele Gebäude wurden zerstört bzw. schwer beschädigt. Nach dem Ende des Krieges begann der Wiederaufbau. Wichtige Strassen wurden asphaltiert, die Elektrifizierung wurde bis 1950 für das gesamte Gemeindegebiet angeschlossen. In allen Ortsteilen wurde die Wasserleitung ausgebaut bzw. teilweise neu errichtet.

Im Gegensatz zu vielen anderen burgenländischen Gemeinden wuchs die Einwohnerzahl in den letzten 30 Jahren ständig an. Der hohe Anteil an Zweitwohnsitzen ist durch die große Anzahl von Pendlern bedingt, die zum Großteil in Wien arbeiten, sich aber in ihrer Heimatgemeinde ein Wohnhaus errichten. 

Das Straßennetz verfügt über mehr als 100 km befestigte Güterwege, davon rund 50 km asphaltierte Gemeindestrasse. In den letzten Jahren konnte das über 22 km lange Kanalnetz bis zur Kläranlage in Glasing bei Güssing fertig gestellt werden. Gemeinde- und Standesamt, Volksschule, Kindergarten, Postamt und Raiffeisenbank sowie ein ortsansässiger praktischer Arzt bilden eine gute Infrastruktur. 1993 wurde ein großes Bauvorhaben, die Mehrzweckhalle, verwirklicht. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Olbendorf errichtete die Gemeinde ein neues Feuerwehrhaus. Die Fertigstellung erfolgte 1997. Die Volksschule wurde ebenso saniert. Seit dem Frühjahr 2001 gibt es in Olbendorf die Möglichkeit, eine Wohnung der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft zu besitzen. Der Wirtschaftshof mit Abfallsammelstelle wurde 2002 eröffnet. Im Jahre 2003 wurde das neu renovierte Gemeindeamt inkl. Startwohnungen und Shops eröffnet. 

North of Rauchwart. The 1750-Urbar for "Szent Lörincz anders Olbendorf" names the following families: GRAFF (11), PAULL (9), POMPER (6), WAGNER (5), WEISZ (4), GRASMANN (3), PALISCH (6), TAUSZ (3), GARTNER (3), CSAR (3), KRANTZ (2), WEBER (2), STROBL (2), HASIBAR (2), PEISCHL (2), STUBER (2), PILTZ (2), HARPFER (2), IVANTSITS (2), TURI (2), KRAMMER, SAMBSTAG, JANISCH, HALTZER, OSWALD, POTZMANN, REIGER, PELZMANN, HOANZL, SCHREINER, LEBERSORGER, LAGLER, LAKINGER, MUIK, SPILLMANN, BAUMGARTNER, PIMPERL, OFFNER.

Two mills owned by the Counts BATTHYANY, one of them sold to Michael ERNST in 1862.

Inhabitants: 724 Catholics and 16 Lutherans in 1812, 797 Catholics and 18 Lutherans in 1832, 1000 inhabitants in 1865, 1526 in 1930 (254 houses).

66 casualties in WW I.

Part of Bocksdorf parish until 1788. A new church built in 1794, enlarged in 1873. Three crosses in 1812, built by Johann GRAF, Lorenz MINK and Michael HANZL. Priests: Jordan LUTZ (1789-96), Novellus Primus (1796-99), both from Lockenhaus Abbey, 1799-1822 Donatus PISSL, 1822-46 Michael PLANK, 1846-47 Paul HERMANN, 1847-81 Georg PEHAM (wrote a village chronical), 1881-1914 Emmerich KOVATS, 1914-27 Otto WENZEL, since 1927 Franz MAGYAR.

Teachers: Martin GROFF (GRAF) ca. 1757-1771, Georg SAYER ca. 1788-1801, Andreas SCHWARZ ca. 1812-32, Jo. FREITZ 1838, Josef SZATKOVITS 1840-47, Franz GRAF 1847-89, Josef BAUER 1889-1914, since 1914 Emmerich BAUER (son of Josef B.), also since 1914 Katharina LOEW, since 1928 Franz BAUMGARTNER and Friedrich WINNA (i.e. 4 teachers in 1930, for 251 pupils).

(source: V+H Nr. 2-4/1958)
Übersetzung (c) Burgenland Bunch

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