St. Nikolaus bei Güssing
 
Unsere Kirche nach der Renovierung. Die 4 Lindenbäume wurden
1908, anlässlich des 10. Todestages von Kaiserin Elisabeth gepflanzt.

St. Nikolaus bei Güssing: Unsere Kirche nach der Renovierung, mit den 4 Lindenbäumen die 1908 anlässlich des 10. Todestages von Kaiserin Elisabeth gepflanzt wurden

Nachdem auch die beiden Glocken der Kirche in St. Nikolaus während des 2. Weltkrieges der staatlichen Beschlagnahme zum Opfer fielen, wurden 15 Jahr lang Ersatzglocken geläutet.

Durch Holzverkauf aus dem Kirchenwald und unter Beihilfe der Bevölkerung  war St. Nikolaus 1956 in der Lage, zwei neue Glocken geliefert von der Fa. Pfundner  zum Preis von S 17.000,--, anzuschaffen. Die beiden Glocken haben ein Gesamtgewicht von ca. 300 kg.

Am 19. August 1956 erfolgte das Fest der Glockenweihe. 2 neue Glocken wurden ihrer Bestimmung übergeben. Der Festzug formierte sich bei der Mariensäule: an der Spitze die Stadtkapelle Güssing, dann der Kirchenchor St. Nikolaus, dahinter Guardian Pater Gilbert Haas mit 4 Ministranten, hinter dem Pater marschierte die Stadtfeuerwehr Güssing, danach auf dem liebevoll geschmückten Pferdegespann des Josef Hammer die 2 neuen Glocken, dahinter weißgekleidete Mädchen, sowie die 4 Glockenmütter und -patinnen und Ehrendamen flankiert von der Freiwilligen Feuerwehr St. Nikolaus. Den Abschluss des Festzuges bildete eine riesige Volksmenge. Vor dem Eingang zur Kirche war ein Feldaltar aufgebaut worden. Hier zelebrierte Guardian Pater Gilbert Haas die Hl. Messe und nahm danach die Weihe der Glocken "St. Mariä" und "St. Nikolaus" vor. Glockenmutter der Glocke "St. Mariä" war Anna Seier, Glockenpatin Angela Stoisits. Glockenmutter der Glocke "St. Nikolaus" war Frau Helene Döcker, Glockenpatin Rosa Hammer. Nach der Weihezeremonie wurden die beiden Glocken zum Kirchturm geschafft und, begleitet von den Klängen der Stadtkapelle Güssing, in die Glockenstube aufgezogen. Im Gasthaus Scheubrein fand dieser Tag bei einem Festbankett einen würdigen Abschluss.

Mögen die beiden Glocken "St. Mariä und St. Nikolaus" für viele Jahrzehnte hineinläuten in das schöne und geliebte Heimatland. Sie mögen den gläubigen Christen auf seinem irdischen Pilgerweg geleiten, vor Irrtümern bewahren und zur Besinnung und Umkehr erinnern."
(Wunsch und Mahnung zur Glockenweihe am 19.8.1956 - Guardian Pater Gilbert Haas)

Nirgendwo auf der Welt läuten die Glocken schöner als in der Heimat!