Strem

Deutscher Name Ungarischer Name Kroatischer Name
Strem Strém  

Strem: Ortstafel Strem: Willkommen Strem: Ortseinfahrt Strem: Feuerwehrhaus Strem: Altes Zollhaus Strem: Heiliger Antonius Strem: Heiliger Antonius Strem: Hl. Herz Jesu Strem: Kirche Strem Schafe bei Ortseinfahrt Strem: Tratschplatz Strem: Bildstock Josefa Trinkl Strem: Kreuz Strem: Bildstock bei alter Straße Richtung Hagensdorf Strem: Volksschule Strem: Kreuz Strem: Kriegerdenkmal (mit Inschrift) Strem: Ort Strem: Ort Strem: Auf Wiedersehen Strem Bergen: Kapelle Strem: Ort Strem: Ort Strem: Ort Strem Bergen: Weinkeller Strem Bergen: Weinkeller

Das südlich milde Klima am Beginn der ungarischen Tiefebene und die reizvolle Umgebung machen Strem zum lohnenden Urlaubsziel. In einer Landschaft, wo der Charakter der Ortschaft den Eindruck vermittelt, dass hier die Zeit stehen geblieben ist, kommt jeder Erholungssuchende auf seine Rechnung. Die Durchschnittstemperatur zwischen Mai und September liegt bei 23 Grad. 

Ortsnamensformen: Strem: 1443, Streen 1482, Sthren 1496, Stryn 1538, Stren 1556, Strem 1610, Streem 1774, Ström 1752.

Deutung: "Sicher ist, dass der Ort nach dem Strembach benannt wurde. Der Name der Strem darf auf sl. Strem zurückgeführt werden. Dieses wiederum scheint eine m-Ableitung zur idg. Wurzel streu- "fließen" oder vielleicht zu deren Ablautsstufe streu- zu sein. Welcher indogerm. Sprache dieses anzusetzende vorslawische streum- entnommen ist, lässt sich nicht genau sagen." (Kranzmayer/Bürger, 1957, S. 149)

"Der an Güssing vorbeifießende Strembach hat einen slavischen Namen. Daß aber weder slov. strmen "steil" noch strumen "Strömung, Flussarm" zugrundeliegen kann, hat bereits Moór (S. 30/1) angedeutet, allerdings ohne den {201} Zusammenhang zu erkennen. Es ist nämlich von slov. strémen in der Bedeutung "Faden, Faser, Arm" als Bachname auszugehen (vgl. 1265 Ztremen), was im Madj. zunächst (1157/1230) Ezturmen (1.*Esztürmen) und weiterhin *Eztörmen ergab. Aus dieser Form stammt der Name Estermenbach für den obersten Lauf des Gewässers. Hier hat also das Madjarische vermittelt und das ist ja bei der geringen Entfernung von Oberwart (4 km) nicht auffallend. Am Unterlauf hingegen übersetzten die Madjaren slov. strémen durch csik "Streifen", was für die Richtigkeit meiner Deutung zeugt. Der Bachname wurde aber auch ins Deutsche übersetzt, wobei allerdings ein sonderbares Missverständnis unterlaufen ist. Da nämlich slov. strémen auch "Steigbügel" (mhd. stegereif) bedeutet, hat man den slov. Namen als *Stegereifpach eingedeutscht und über *Stegref- *Stegrf *Stegrs- zu Stegersbach umgewandelt; so heißt heute noch ein am Oberlauf des Strembaches gelegener Ort, auf den der Beleg Stegraifebach von 1289 bezogen wird. Außerdem gibt es westlich vom Strembach einen Wasserlauf namens Stegersbach, der in der Steiermark bei einem zweiten Orte Stegersbach südwestl. v. Friedberg entspringt und bei Wörterberg in die Lafnitz fällt. Auch dieser wird ursprünglich strémen geheißen haben. Bei der irrigen Übersetzung ins Deutsche mag vielleicht die Vorstellung mitgewirkt haben, daß in dem slav. Wort ein ähnlicher Sinn zu suchen sei, wie er in der mhd. Redensart sich nern von dem stegereif "vom Straßenraub leben" zum Ausdruck kommt, eine Ansicht, deren Entstehung in dieser unsicheren Grenzgegend ganz begreiflich erscheint. Man darf den deutschen Namen Stegersbach nicht für ursprünglich halten, weil die aus dem Bachnamen zu erschließende slav. Benennung strémen, die unabgeleitet und unzusammengesetzt ist, eben nur "Steigbügel" bedeuten könnte und weil eine der mhd. Redensart entsprechende slav. Wendung nicht bezeugt ist. Auch spricht der madj. Name Csik für slov. strömen "Faden, Wasserarm". Die deutsche Namensform "Strembach", älter Strem (vgl. den gleichnamigen Ort nördl. v. Heiligenbrunn), ist aus *Strem'n entstanden wie altmundartlich khem, nem mhd. kemen, nemen." (Steinhauser, 1931, S. 309f)

"An der Westseite des Ortes, ca. 100 m westlich der Straße zu den Stremer Berghäusern, liegt im Wiesengelände zwischen dem Eisenbahndamm und dem regulierten Steinfurter Bach ein vermutlich künstlich bis zu 2 m aufgeschüttetes (bzw. in dieser Nähe noch erhaltenes) ovales Plateau (Durchmesser 50 - 60 m). Es ist rings umgeben von einem deutlich sichtbaren, 5 - 10 m breiten Graben, der sich zum Eisenbahndamm hinzieht. Dieses Plateau, von mehreren Ackerstreifen durchzogen, ist der Rest einer ehemaligen Wasserburg, im Volksmund "Schlossriegel" genannt. Über den flachen Hügel hin sind zahlreiche Ziegelbruchstücke verstreut, die sich im westlichen Teil häufen." (Schmeller, 1965, S. 207)

Dehio bringt die Angabe "Um 1300 geschleift (?)." (S. 301) Dies scheint sich auf folgende Bemerkung in Karl Ulbrich, Der "Schlossriegel" von Strem im Südburgenland (Burgenländische Heimatblätter 11 (1949), S. 54 - 60), zu beziehen. "Leider sind aber über die Burganlage selbst keine konkreten geschichtlichen Daten bekannt, so dass man auf Analogien angewiesen ist. Vielleicht ist sie im Gegensatz zu Homma, doch im Zuge des Friedensschlusses von Hainburg (1291) geschleift worden." (S. 57) Wie dem auch sei, es scheint, als falle der historische Bezug zu den Stremer Bieresoh etwas stegreifartig aus.

Partly burned down in 1605 by BOCSKAY's and in 1622 by BETHLEN's forces, looted by the "Kuruzzen" rebels in 1704 and 1706 (as was the whole area).

Inhabitants in 1693: FABICS Peter, FABICS Jure, KIRONOVICS Peter, FABICS Ivan, TOMSICS Jure, PIPLICS Mikula, RESETARICS Ivan, Jure & Martin, BLASKOVICS Jandre, KIRINSCHICS Peter, Sztar STIPSICS Ivan ("S(z)tar" = Croatian for "the elder"), NOVASZEL Martin, Star FACSICS Ivan, MARGITICS Jure, Star STIPSICS Jure, widow of STIPSICS Mikola, widow of TIVLUNITZ Marko, STOISICS Jure, Ivan & Marko, STIPSICS Vuk, Gergo & Marko, SIEFFER Peter, ERNST Hans (Geschworener), UNGER Jergh, GARGER Hans, SAIER Hans, TRAUTMANN Michl, FAIT Philipp, GARGER Hans, KOHLER Andre, SADN Andre, STINDL Augustin, SIMT Steffel, GARGER Philipp, SMIT Michl, ANDRE Steffel, TRINKEL Jergh, REKKER Michl (Richter), SZAIHER Hans. Söllner: widow of HOARER Peter, PFAIFER Hans, SIFFER Hans.

1745-names: TUNST, GARGER Georg, Michl & Peter; SCHABHIRTL, MARTH, KOCH, MEDL, DEUTSCH, FRIEMANN, WEINHOFER, PINTER, KÄDNER, UNGER Martin, Michael, Hans, Georg & Stefan; KLEPEIS Georg & Stefan; LOIS, KERN, KEPEL, GRATZER, OSWALD, SCHERSTERITSCH, EYSSNER, FANDL; LOISSER, GRÖLLER, KLOIKISCHER, BÖLTZMANN, PLIANDL, MARX, KOLLMANN, KÖRKER, STRANTZEL, TRAUPMAN, SCHÄRTTER, RÖCKER.

In 1929 350 (!) emigrants were counted in America.

Originally part of Heiligenbrunn parish. Became independent parish in 1877. Priests: Franz REICHL (1877-79), Matthias JADERNI (1879-92), Hyazint MAITZ, Michael POCK, Kaspar PAVDY, Johann RONAY (1892-1926), Josef GILSWERT, Ludwig KISS (from 1927).

Teachers: 1805-19 Johann SZAKATSI (from Olah in Zala megye, in 1812 ca. 58 years old); 1837-40 Josef WURDITS, died 1840 aged 37 y; 1846-60 Friedrich STEIGER, 1866-75 Franz PETRIKOVITS, 1876 Ignaz KOKOLY, 1876-1913 Aloys ANHALT, 1913-(29) Anton LANTOS; in the 20th century also: Josef MOSER, Maria Josef FRANEK, August KOBLISCHKA, Gustav Adolf FISCHNA, Ludwig HOLZER.

(source: V+H Nr. 10-12/1957)
Übersetzung (c) Burgenland Bunch

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