Sulz: Kastell

Sulz: Castell

Historisches zum Gebäude und zu den Heilquellen
Die Familie der Grafen Festetics besitzt in der Ortschaft Sulz im damaligen Deutsch-Westungarn ein Anwesen. Im Jahre 1815 lässt hier die Witwe Judith Gräfin Festestics geborene Saller von Jakobhaza ein Schloss (ungarisch Kastell) als Witwensitz errichten. Der unbekannte Baumeister gestaltet die Fassade mit 6 Säulen im Mittelteil betont prunkvoll. Der seitliche Anbau wurde einst als Zugang zu den Badeanlagen genutzt. Der Stil entspricht der Bauweise des Biedermeiers und erinnert an Bauten des Baumeisters Kornhäusel, der vor allem in Baden bei Wien tätig war. Im Zuge der Errichtung wurden auch einige Quellen in der unmittelbaren Umgebung des Kastells (ungarisch Schloss) gefasst. Man stellte fest, dass es sich um Kohlensäure haltiges Mineralwasser handelt. Die Gräfin entschloss sich diese Quellen zu Kurzwecken zu nutzen. Ein Apotheker aus Steinamanger untersuchte das Wasser und attestierte dem Wasser Heilwirkung. So wurde Sulz ein vor allem im damaligen Ungarn bekanntes Heilbad. Auf Grund der Funde aus der Bauzeit kann man annehmen, dass die Heilquellen wahrscheinlich schon von den Römern genutzt wurden.