Tobaj: Kirche

Tobaj: Kirche

Geschichte: In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts fiel ein Großteil der Ortschaft Tobaj einem Brand zum Opfer. Die Bewohner verpflichteten sich daraufhin, eine Kirche zu bauen und diese dem Hl. Florian zu weihen. Bis 1874 war Tobaj Filiale von Deutsch Tschantschendorf, ab 1875 von Güssing. Nachdem Tobaj 1942 eine eigene Pfarr-Expositur geworden war, wurde die bescheidene Kirche weiter ausgestaltet und später auch Renovierungen unterzogen. Äußeres: An den schlichten einschiffigen Bau mit eingezogenem Chor und flachrunder Apsis ist ein dreigeschossiger Westturm mit Spitzhelm und Turmkreuz vorgebaut. Innenraum: Die drei Joche des Langhauses weisen Platzlgewölbe zwischen Doppelgurten auf Doppelpilastern auf. Die Deckengemälde stellen die vier Evangelisten sowie die Apostelfürsten (1947) dar. Der Hochaltar verfügt über einen Aufbau in ländlichem Neubarock (1949). Das zentrale Gemälde zeigt die seltene Darstellung des Hl. Florian mit einem Engel. Der Seitenaltar ist beherrscht von der großen Pietà aus Lindenholz (1646), die ursprünglich die Kapelle auf dem Tobajer Kogel zierte.