Zahling
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Deutscher Name |
Ungarischer Name |
Kroatischer Name |
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Zahling |
Ujkörtvéles |
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Im Sommer:
Nördlich von Eltendorf, an der Straße nach Kukmirn, liegt der Ortsteil Zahling, der wohl die älteste und farbigste Geschichte aufzuweisen hat.
Der Name entstand aus "Solar", der slawischen Bezeichnung für einen Salzbeamten. Zahling war eine Raststätte im regen Salzhandel vom Salzkammergut bis zum Südosten. Der Ortsteil war schon früh eine Pfarre - sie wird anlässlich einer Visitation im Jahre 1498 erwähnt. Davon zeugt eine zersprungene Glocke im Turm, in der die Jahreszahl 1404 eingraviert ist. 1799 wurde eine römisch-katholische Schule als Holzhaus errichtet, eine evangelische wurde im Jahre 1859 erbaut. Während beider Weltkriege war auch dieser Ort Kampfgebiet: beide Kriege erforderten insgesamt 50 Gefallene - ein sehr großes Opfer für diesen kleinen Ort.
Die Filialkirche Hl. Laurentius:
Die Kirche liegt auf halbem Hang östlich von vom Ort; sie war bis zum Ende des 17. Jh. Pfarrkirche. In den Jahren 1884 und 1960 wurde sie restauriert. Der Bau ist eine kleine, in der Bausubstanz romanische, einschiffige Kirche mit eingezogener niedriger Halbkreisapsis. An der Westseite gibt es ein Rundbogenportal mit profilierter Rahmung. Der Innenraum der Kirche: Flachgedecktes Schiff ohne Jochteilung; rundbogiger Triumphbogen; einfacher barocker Nischen-Säulenaltar, das Kruzifix auf dem Kastenaltar stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jh.; das Altarbild ist neu.
Die evangelische Pfarrkirche:
Erbaut im Jahre 1791, Weihe 1794. Der Bau ist eine einschiffige Salkirche, der südliche Fassadenturm ist mit einem Spitzhelm versehen. Das Innere der Kirche: flache Decke, Täfelung und Einrichtung ist aus Holz, dunkel gebeizt und zum Teil geschnitzt. Die Kirche wurde in den letzten Kriegstagen durch Artilleriebeschuss zerstört. Im Jahre 1948 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen und im Mai konnte die Kirchenweihe vorgenommen werden. Eine neuerliche Restaurierung fand in den Jahren 1978/79 statt.
Families listed in the 1693-Urbarium: 2 JOST, PAIDL, KAMEDLER; 1
PUMMER, WISNER, KRANZ, POAN, SCHREINER, HARTNER, UNGER, KURZ, JANGER, MARTIN,
VALICS, SCHWARZ, HARTL, MUER, GSELMANN. Söllner-families: 2 GIBISER; 1
STANGLHOFFER, MARTH, PUMMER, FISCHL. Söllner-families in the vineyard-hills: 4
DEX, FISCHL; 2 MELCHART, KREUZER, POAN, PECZ, SCHWESTER; 1 FIDLER, MEER,
SINMEISTER, PFEIFER, SUMMERANER, HEDL, ASTL, LIPP, KREUZER, POAN, PECZ, SCHWARZ,
SCHLETTER, DECKER, BINK, SCHERMANN, STANDL, PUMMER, ENDTLER, GRÖLLER, KURZ,
SCHLEGER, KARNER, JOST, KERN, GIBISER, GRAZL, JAKES, UNGER, GÖLLES.
Number of inhabitants: 1779: 232 Catholics, 379 Lutherans; 1812: 225 Catholics,
424 Lutherans; 1930: 323 Catholics, 428 Lutherans.
Catholics: In 1698 Zahling was a parish, including Königsdorf, Dobersdorf and
Eltendorf. Very old church, used to have a bell dating from the 15th century. In
1757 Zahling already was a part of Königsdorf parish. The dead of Königsdorf,
Dobersdorf and Eltendorf were buried in Zahling until 1777, when Königsdorf and
Dobersdorf received cemeteries of their own.
Catholic teachers in Zahling: Michael KERN (1779), Josef PREJER (1799), Johann
OBERLOHR (1810-50), his son Johann OBERLOHR, Josef PLATZ (1867), Michael GLÜCKSHOFER
(1877-1903), Johann POMMER (1903-06), Franz ZOTTER (1907-10), Stephan DUJMOVITS
(1910-30; 1915-20 P.O.W. in Russia).
Lutherans: Pastors: Philipp SZEKOL (1619), Johann PETRASEK (1647; born in
Kuttenberg, Bohemia; he had to leave in 1650 on the orders of the
Batthyany-administrators Georg BOKOR and Gregor NYIRÖ). 1653-71 part of Königsdorf
parish. Pastors in Königsdorf: Johann Erhard BAUER (1631 [note: must be a typo;
will be eiter 1651 or 1653 - see Königsdorf article]), Friedrich Gregor GÖLDL
(1654-56), Benedikt GLAUCK (1665), Samuel GERBER (1666), Johann WEISBECK (1668).
Since 1783 part of Kukmirn parish. Pastors in Kukmirn: Johann SCHMIDAG
(1783-93), Johann Andreas HUTTER (1793-1810), Christian WÜSTINGER (1810-28),
Daniel DRUGLÁNYI (1828-32), Andreas HUBER (1832-66), Johann FÜRST (1866-78),
Emanuel LUDWIG (1878-97), Johann RAJTER (1897-1930). Lutheran teachers: Ludwig
HUBER (1856-58), Michael SUPPER (1858-68), Eduard MÜLLER (1868-73), Wilhelm
KARNER (1873-96), Johann KIRNBAUER (1896-1917), Oskar SCHNEIDER (1917-30).
(source: V+H Nr. 6-7/1959)
Übersetzung (c) Burgenland
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