Güssing: Gedenktafel Synagoge

Güssing: Rathaus am Hauptplatz

Die erste Güssing Synagoge befand sich im Stadtmeierhof - das Gebäude wurde den Juden gegen Pacht zur Verfügung gestellt. 1837/1838 ließ die Familie Batthyany eine neue Synagoge mitten im Ort errichten, die die jüdische Gemeinde 1840 um 6.540 Gulden erwarb. Hierbei handelte es sich um ein Gebäude mit sechs hohen Fenstern zur Straße. Ein an der Westseite angebautes Gebäude diente dem Rabbiner als Wohnung. Während des Novemberpogroms 1938 wurden alle beweglichen und brennbaren Gegenstände auf dem Platz vor der Synagoge verbrannt. Die wertvollsten Gegenstände wurden schon vorher entwendet. Zwei Versuche die Synagoge in Brand zu setzen misslangen. Die Nationalsozialisten wandelten des Gebäude zu einer Turn- und Festhalle um. Das Gebäude stand bis 1953, dann wurde an dieser Stelle das Rathaus errichtet.

Quelle: www.ojm.at