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Hier wollen wir euch einen Überblick über das "Kirchenleben" in St. Nikolaus
geben. Der Filialausschuss von St. Nikolaus ist stets bemüht, durch
diverse Veranstaltungen Spenden - die zur Erhaltung und Renovierung unserer
Kirche und z. B. der Nikolaus-Aktion beitragen - zu sammeln. Auch Mehlspeis- und
Getränkespenden (z.B. für Kirtag, Adventsingen) werden gerne entgegen genommen.
Was gemeinsam auf die Beine gestellt werden kann, hat die Ortsbevölkerung von
St. Nikolaus anlässlich des 100-Jahre-Jubiläums der Ortskirche 2007
bewiesen.
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Messfeiern in St. Nikolaus 2008 |
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Jänner |
Mo, 7.1., 18.30 Uhr, Mo, 21.1., 18.30 Uhr |
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| Feber | |||
| März | Mo, 3.3., 18.30 Uhr | ||
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KARWOCHE - LITURGIE |
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| 24.03.2008 Ostermontag | EMMAUSGANG
zum Urbersdorfer Stausee 06.15 h - Treffen vor dem Kloster ca. 7.45 h - Hl. Messe am Stausee (bei Regen in der Kirche in Urbersdorf) 09.00 h - Hl. Messe in Glasing 10.00 h - Hl. Messe in Rosenberg 08.30 h und 10.00 h - Hl. Messen in der Klosterkirche 18.00 h - Pelikan-Oratorium zu Ehren des Seligen Ladislaus mit Cantus Felix in der Klosterkirche |
| 23.03.2008 Ostersonntag | 08.30 h und
10.00 h - Hl. Messen in der Klosterkirche 10.00 h - Hl. Messe in Neustift 17.00 h - Haus St. Franziskus |
| 22.03.2008 Karsamstag | 15.00 h
- Betstunde für die Kinder 19.00 h - FEIER DER OSTERNACHT |
| 21.03.2008 Karfreitag | 09.00
h - Kreuzwegandacht, Beichtgelegenheit, KINDERKREUZWEG 14.00 h - Beichtgelegenheit 15.00 h - FEIER VOM LEIDEN UND STERBEN CHRISTI 19.30 h - Jugendkreuzweg auf die Burg |
| 20.03.2008 Gründonnerstag | 18.00
h - 19.00 h - Beichtgelegenheit 19.00 h - ABENDMAHLMESSFEIER 20.00 h - Betstunde für die Frauen 20.15 h - Betstunde der Kath. Jugend in der Jakobikirche 21.00 h - Betstunde für die Männer |
| 16.03.2008 Palmsonntag | 09.30
h - PALMPROZESSION von St. Jakob zur Klosterkirche 10.00 h - Hl. Messe in der Klosterkirche 14.00 h - Kreuzwegandacht in der Kasernenstraße, in der Klosterkirche 14.30 h - Kreuzwegandacht und Segnung der Palmzweige in Neustift |
Das Kirchenjahr 2007
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Fotos vom 6.12.2007
(Fotos: Erwin Potzmann) |
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Messfeiern im Dezember 2007 |
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| 03.12., 18.30 h | verst. Karl HAMMER |
| 06.12., 18.30 h |
verst. Eltern und Brüder JANISCH anschl. NIKOLAUS-AKTION für die Kinder von St. Nikolaus, Josef Reichl-Str., Waldgasse, Bergstraße, danach Adventfensteröffnung Fam Jandrasits, 14a |
| 08.12., 08.30 h | HUBERTUSMESSE für verst. Jagdkameraden |
| 15.12., 17.00 h | ADVENTSINGEN |
| 17.12., 18.30 h | verst. Josef BERNER |
| 24.12., 22.00 h | Hl. ABEND - Weihnachtsandacht |
| 31.12., 10.00 h | verst. Gatten und Vater Franz FANDL |
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Unsere Kirche im Wandel der Zeit |
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18.9.1922 (Foto Erwin POTZMANN) |
19. August 1956 - Glockenweihe (Foto SCHOBER) |
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Chronologie Kirche St. Nikolaus
Die Geschichte der Kirche von St. Nikolaus ist mit der Geschichte von Stadt und Region Güssing eng verknüpft. Um ein besseres Verständnis für die Entwicklung der Kirche von St. Nikolaus zu erlangen, muss man sich natürlich mit der Geschichte der Stadt Güssing im allgemeinen und mit der Kirchengeschichte im speziellen auseinandersetzen.
Nun ist es aber so, dass einerseits gewisse Zeitabschnitte durch Berichte und Dokumente sehr gut aufgearbeitet werden können, andererseits aber fehlen genaue Aufzeichnungen. Oft ist man daher nur auf Vermutungen angewiesen und man muss sich mit ungenauen Angaben wie z.B. „in alter Zeit“ begnügen. Aber wenn man sich doch etwas näher mit den vorliegenden Zeitdokumenten vertraut macht, entsteht ein abgerundetes Bild der Geschichte unserer Kirche von St. Nikolaus.
Die beiden Pfarren „St. Nikolaus“ und „St. Jakob“ existieren von ihrer Gründung an bis zur Eingliederung der Pfarre St. Nikolaus in die Pfarre St. Jakob im Jahr 1946 nebeneinander. Somit ist die ca. 600jährige Geschichte der Pfarre St. Nikolaus mit der Geschichte der Pfarre St. Jakob nur gemeinsam zu betrachten. Der Pfarrer von St. Nikolaus wohnte bis zur Klostergründung (Bezug des Franziskanerklosters am 9. Juni 1648) in St. Nikolaus. Ein diesbezügliches, zum Zeitpunkt des Berichtes allerdings bereits verfallenes Pfarrhaus, wird im Visitationsbericht von Stefan Kazó 1697 erwähnt. Da das Gebiet der Kirche um St. Nikolaus von Kroaten besiedelt wurde, musste der Pfarrer von St. Nikolaus die kroatische Sprache beherrschen. Die Pfarrkirchen waren also die Kirche St. Jakob und die Kirche St. Nikolaus.
Die Kirche und Pfarre von St. Nikolaus bestand bereits im 14. Jahrhundert. Im Jahre 1545, am Fest des Hl. Georg (23. April) wurde das unbesiedelte verödete und verwachsene Gebiet um die Kirche von St. Nikolaus von Franz I. Batthyany, der ja auch Ban von Kroatien war, an 20 kroatische Familien zur Besiedelung übergeben. Die ersten Bewohner von St. Nikolaus wurden bei der Besiedelung des mit Wald und Dickicht bedeckten Gebietes 12 Jahre lang von allen Abgaben befreit. Nach Ablauf der 12 Jahre, am St. Georgstag, dem 23. April 1557, baten die Bauern um einen Vertrag, der ihnen aufgrund der schwierigen Bewirtschaftung dieses Gebietes, weitere Privilegien zusichern sollte. Die gewährten Privilegien sollen auch für alle späteren Ansiedler des Dorfes St. Nikolaus gelten.
Zur Zeit der Reformation wurde der protestantische Glaube in der Herrschaft Güssing eingeführt. Während der protestantischen Zeit in Güssing (1575 – 1630) unter Balthasar Batthyany wirkten die protestantischen Prediger Michael Pomerics und Michael Tüskeszenttgörgye in St. Nikolaus.
Nachdem Adam Batthyany 1630 wieder den katholischen Glauben einführte, wirkten beginnend mit dem Jahre 1638 erstmals die Franziskaner in Güssing (St. Jakob und St. Nikolaus). Die Namen jener Pfarrer, die die kroatische Gemeinde St. Nikolaus in den Jahren 1632/34 vom Ende des protestantischen Glaubens bis zum Auftreten der Franziskaner nacheinander betreuten, sind heute noch bekannt: der Jesuitenpater Matthias Vernich. Um 1641 war Matthias Klemencsics der hiesige Pfarrer, (auf einem silbernen Gefäß der hl. Öle von St. Nikolaus steht sein eingravierter Name mit dem Jahr 1641). Michael Brodinsky, der spätere Dechant, dann Georg Czindrovics und Matthias Turkovics.
Matthias Turkovics übergab die Pfarre St. Nikolaus 1649 den Franziskanern. Über den Zustand und die Entwicklung von Pfarrern geben uns die Visitationsberichte, die teilweise auch lückenlos erhalten geblieben sind, Auskunft.
Einen interessanten und auch umfassenden Einblick über den damaligen Zustand der Pfarre St. Nikolaus gewährt uns der Visitationsbericht des Eisenburger Propstes Stephan Kazó, der die Pfarre im Jahre 1697 visitierte.
In den Visitationsberichten wird vor allem dem Gebäude der Kirche St. Nikolaus große Aufmerksamkeit geschenkt. Heute wird angenommen, dass die ursprüngliche Kirche von St. Nikolaus inmitten des Friedhofes gestanden ist:
Die Beschreibung „Nahe dem Ort auf einem Hügel“ weist auch darauf hin, dass die heutige Ortsdurchfahrt von St. Nikolaus damals noch nicht in der heutigen Form bestanden hat. Der Hauptweg von Güssing nach St. Nikolaus dürfte also jener heutige Güterweg am Füße des Hügels sein, beginnend bei der Volksschule und über die „Alte Eiche“ nach Glasing führend.
Wenn man von diesem Weg aus nach oben auf die Häuser von St. Nikolaus blickt, so scheint uns die Beschreibung „auf einem Hügel nahe dem Dorf gelegen“ plausibel. 1812 wird der Zustand der Kirche als „ruinös“ bezeichnet, sodass ein Neubau unerlässlich sei. Allerdings ist ein derartiger Neubau damals nicht errichtet worden, sodass vermutlich lediglich Sanierungsmaßnahmen durchgeführt wurden. Denn 1832 wird die Kirche wieder als „in gutem Zustand“ bezeichnet. Exakte Aufzeichnungen fehlen hier.
Ein Neubau wurde also erst 1890 bestätigt. In der Nacht vom 14. auf den 15. Mai im Jahre 1897 ist die Kirche im Zuge von Renovierungsarbeiten bis auf einige Mauerreste vollständig abgebrannt. Es kann aber nicht exakt nachgewiesen werden, ob die Kirche 1890 bereits am heutigen Standort errichtet wurde, oder ob man erst nach dem Brand im Mai 1897 am jetzigen Standort den Neubau errichtete. Der kirchliche Standesausweis des Jahres 1968 spricht von 1890, in der Klosterchronik wird berichtet, dass die Verlegung des Kirchenneubaues erst nach dem Brand 1897 von der Mitte des Friedhofes auf den heutigen Standort verlegt wurde. Vielleicht wird man das in Zukunft aber noch abklären können. Auf jeden Fall wurde am 22. September 1907 die jetzige Kirche von St. Nikolaus vom Erzpriester Kanonikus Franz Baumgartner eingeweiht. Der Anbetungstag (früher der 8. November) ist der 31. Dezember. Weitere Renovierungen erfolgen 1935 (das schmiedeiserne Turmkreuz wird aufgesetzt), 1954, 1968, 1981 und 2000. Die 4 Linden, die heute noch vor der Kirche stehen, wurde im Jahr 1908 gepflanzt. Das ungarische königliche Landwirtschaftsministerium gab im Jahre 1908 einen Erlass heraus, dass zum Gedenken des 10-jährigen Todestages der Kaiserin Elisabeth von Österreich und Königin von Ungarn im ganzen Land langlebige Bäume anzupflanzen sind, da diese als Lieblingsbäume der Kaiserin gelten. Vor der Kirche St. Nikolaus wurden daher 4 Linden gepflanzt. Vielleicht wurde der Kirchenvorplatz deshalb ausgewählt, weil Franz Joseph I. , Kaiser von Österreich und König von Ungarn, aus seiner Privatkassa 600 Kronen zum Kirchenbau von St. Nikolaus beigesteuert hat (Archivstück von 1903). In der Güssinger Festschrift, anlässlich der Stadterhebung von Güssing im Jahr 1973 erschienen, beschreibt P. Roman Hasenhüttl die Entwicklung des Kirchengebäudes:
In den Berichten wird den kirchlichen Gebäuden besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die Kirche von St. Nikolaus – sie wird stets „Mutterkirche“ der Pfarre genannt – soll von den Katholiken in alter Zeiten erbaut worden sein. Mehr wusste man schon 1698 nicht zu berichten. Nahe beim Ort, auf einem Hügel, sei sie gestanden. Um sie herum befand sich der mit einem Holzzaun umgebene Friedhof. Der Turm der Kirche, der eine Glocke trägt, ist samt der Kirche gut gedeckt. Sakristei, Taufbrunnen und ein Beichtstuhl sind nicht vorhanden. Die angeführte Lage der Kirche gibt nicht die Möglichkeit festzustellen, ob damit derselbe Platz bezeichnet ist, auf dem heute die Kirche steht.
Erfahrungsgemäß werden Friedhöfe nur
aus außergewöhnlich zwingenden Gründen verlegt, weil allen Menschen eine
natürliche Ehrfurcht vor der letzten Ruhestätte ihrer Verwandten und Angehörigen
eigen ist. Solch zwingende Gründe ergeben sich nur aus der Entwicklung der Orte
zu Städten. In St. Nikolaus umgab einst der Friedhof die Kirche. Heute steht sie
nur in dessen Nähe. Für eine Auflassung des Friedhofes gerade um die Kirche
herum lässt sich kaum ein entsprechender Grund finden. Dies ist nahezu
undenkbar, weil die Grabplätze umso begehrter waren, je näher sie sich bei der
Pfarrkirche befanden. Bleibt noch die andere Möglichkeit, dass die heutige
Kirche nicht auf demselben Platz steht wie früher. Die folgenden Berichte
scheinen dem zuzustimmen. 1757 besaß die Kirche schon eine Sakristei, der Turm
trug 2 Glocken. 1751 war sie renoviert worden und befand sich somit in gutem
Zustand. Aber schon 1770 wird ihr Zustand als sehr renovierungsbedürftig
geschildert, was vor allem für die Mauern und das Dach Geltung hat. Darum wird
sie „gegenwärtig“ mit eigenen Mitteln, die zwar sehr gering sind, um mit Hilfe
der Freigiebigkeit des Grafen Adam Batthyany und einiger Pfarrbewohner in einen
guten und dauerhaften Zustand gebracht.
Auch das Dach wird erneuert, das vorher mit Schindeln bedeckt war. Dies erlaubt
die Vermutung, dass in diesem Jahr die Kirche ein Ziegeldach bekommen hat.
Der „gute und dauerhafte“ Zustand hat allem Anschein nach nicht lange gehalten.
1812 wird ihr baulicher zustand als „ruinös“ bezeichnet. Eine Reparatur kommt
kaum mehr in Frage.
Deshalb besteht der Plan, sie niederzureißen und aus ihrem Material eine Kapelle
auf demselben Platz zu errichten, sobald alle zuständigen Stellen damit
einverstanden sind. Wegen des katastrophalen Zustandes kann im Gotteshaus kein
Gottesdienst abgehalten werden, weshalb die Gläubigen in der Klosterkirche in
Güssing den Gottesdienst mitfeiern. Sogar der Anbetungstag muss deswegen dort
ausfallen.
Auf dem Turm befinden sich noch zwei Glocken, davon die eine 198 Pfund, die
andere 121 Pfund wiegt.
Weitere Entwicklung der Pfarre
Nach der Visitatio Batthyany von
1757 wurde die von „alten Katholiken“ erbaute „Mutterkirche“ St. Nikolaus im
Jahre 1751 auf Kosten der Kirchenkassa um den Grafen Emmerich Batthyany
(1707-1774) renoviert, wobei auch eine Sakristei erbaut wurde. Die Kirche war
gut ausgestattet und besaß auch ein eigenes Taufbecken. Die Pfarrangehörigen,
samt Filialgemeinden, waren rein katholisch; ihre Zahl betrug 1175, davon 770
Erwachsene (Beichtfähige) und 405 Kinder. Pfarradministrator war zur Zeit der
Franziskanerpater Sylvester Fercsak.
Die Visitatio Szilyana von 1779
findet die Kirche in einem schlechten Zustand, besonders was die Mauer und das
Dach betrifft. Deshalb soll sie durch die Freigebigkeit des Grafen Adam III.
Batthyany (1703-1782) sowie mit Beiträgen der Pfarrbewohner und der Kirchenkassa
„in einen guten dauerhaften Zustand“ gebracht werden. Die Kirche fasst etwa 500
Personen. Ein Taufbrunnen ist nicht vorhanden, da die Taufen in der
Klosterkirche gespendet werden. Der Turm ist massiv und trägt zwei Glocken: die
eine wiegt 150 Pfund, die andere 121 Pfund; sie sind dem hl. Franz Xaver, dem
hl. Stefan König und der Jungfrau Maria gewidmet.
Die Seelenzahl der Pfarre mit den
Filialen waren 1094, davon waren 755 Erwachsene und 339 Kinder. Andersgläubige
waren keine. Pfarradministrator war zur Zeit Pater Gregor Milkovics, kroatischer
Sonntagsprediger, stammt aus Zillingtal bei Kiss Marton (Eisenstadt), 39 Jahre
alt, sprach perfekt kroatisch und deutsch, ungarisch wenig. Vorher wirkte er in
Rohoncz (Rechnitz) drei Jahre beim Kanonikus Johann Szendy, war dann ein Jahr
Administrator in Kukmirn, und ein dreiviertel Jahr in Nemeth Sicz
(Deutschschützen).
1812 befand sich die St.
Nikolaus-Kirche in derart ruinösem Zustand, dass eine Restaurierung kaum mehr
in Frage kam. Man dachte sogar daran die Kirche niederzureißen und aus ihrem
Material eine Kapelle zu errichten, wenn die Gutsherren damit einverstanden
wären. Wegen der Gefahr eines Einsturzes wurde darin schon seit einem Jahr kein
Gottesdienst gehalten. Die Gläubigen mussten in die Güssinger Klosterkirche
gehen. Nur die Bittprozession und Feldweihe wurden hier am Fest des hl. Markus
gehalten. Auch der Anbetungstag fand hier nicht mehr statt.
Die Seelenzahl in St. Nikolaus (ohne
Filialen) war 179, davon Erwachsene 136, Kinder 43.
Doch aus dem geplanten Kapellenbau ist nichts geworden. Die Kirche befand sich nämlich 1832 wieder in gutem Zustand, sie fasste ca. 400 Personen und auch der Anbetungstag vom 8. November wurde hier gehalten. Danach musste die Kirche doch renoviert worden sein. Wann dies geschah, wird nicht gesagt.
Aus dem Visitationsbericht des
Stephan Kazó geht hervor, welche Gemeinden der St. Nikolaus angehörten: St.
Nikolaus, Großmürbisch, Kleinmürbisch, Krottendorf, Hasendorf,
Kroatisch-Tschantschendorf und Punitz. In Hasendorf befand sich auf der Spitze
des Tobajer Kogels, damals Kalvarienberg genannt, eine Kreuzwegkapelle sowie
eine Einsiedelei. Die Kapelle wird letztmalig in einem Visitationsbericht 1832
bereits als verfallen erwähnt.
Die Einrichtungen der
Kreuzwegkapelle wurden unter der „Mutterkirche“ St. Nikolaus und der Punitzer Kirche
verteilt.
Natürlich gab es im Laufe der Jahrhunderte viele Veränderungen bezüglich der Zugehörigkeit zur Pfarre St. Nikolaus. Im Taufbuch von St. Nikolaus finden sich zusätzlich zu den Filialen auch die Ortsnamen von Tudersdorf, Steingraben, Sulz und St. Michael. Ob diese Orte wirklich zur Pfarre St. Nikolaus, wenn auch nur kurzzeitig, zugezählt werden können, ist heute schwer zu eruieren, da St. Michael bereits seit dem 13.Jahrhundert eine eigene Pfarre war und Sulz zum Beispiel ausdrücklich im Taufbuch als „fremde Pfarre“ bezeichnet wird.
Die Entstehung des heutigen Kirchengebäudes und der Einrichtung könnte folgendermaßen beschrieben werden:
Auch 1853 dürfte die Kirche noch in
Ordnung gewesen sein, denn nach einem Bericht des damaligen Guardians Pius
Koller wurde hier am Patroziniumfest der Gottesdienst gefeiert und auch der
Anbetungstag hier gehalten.
1897 jedoch berichtet die
Klosterchronik, dass die St. Nikolaus-Kirche während der Renovierungsarbeiten,
in der Nacht vom 14. auf 15. Mai gänzlich niedergebrannt ist. Der Brand soll
durch die Unvorsichtigkeit der Maurer entstanden sein. Da nur die kahlen Mauern
übrig geblieben sind, wurden diese niedergerissen und das Material sollte zum
Wiederaufbau der neuen Kirche verwendet werden. Diese aber sollte nicht mehr
dort aufgebaut werden, wo die alte Kirche stand, nämlich in der Mitte des
heutigen Friedhofes, sondern auf ihrem heutigen Platz.
Zum Wiederaufbau der Kirche erteilte
der Bischof von Steinamanger Kornelius Hidassy seine Zustimmung in einem
Schreiben vom 17. Oktober 1897; gerichtet an den Guardian und Pfarre in Güssing
Pater Hyazinth Maitz. Darin verfügt der Bischof, dass während der Bauarbeiten
der Anbetungstag vom 8. November immer in der Filialkirche Tabaj gehalten werden
sollte.
Die Errichtung der neuen Kirche
konnte nur unter großen Schwierigkeiten und nach einer Bauzeit von fast 10
Jahren vollendet werden. Unter den Schwierigkeiten war sicherlich die
Aufbringung der Baukosten die größte. Die Filialkirchen wollten nur zögernd
dazu beitragen. In einem eigenhändig geschriebenen Brief vom 14. Oktober 1898
betont Bischof Hidassy, dass die Filialgemeinden wohl verpflichtet sind, zu den
Baukosten ihrer Pfarrkirche in St. Nikolaus beizutragen und ebenso sind die
gräflichen Patronatsherren dazu verpflichtet.
Aus einem anderen Archivstück vom 23. Juni 1903 erfahren wir, dass sogar
Kaiser und König Franz I. (+ 1916) mit 600 Kronen aus seiner Privatkasse zum
Neubau der St. Nikolaus-Kirche beigetragen hatte.
Über die Baukosten des
Kirchengebäudes und des Turmes sind leider keine Dokumente vorhanden. Wohl aber
erfahren wir Einzelheiten über die Kosten der Innenausstattung der Kirche. Ein
Kostenvoranschlag des Altarbaumeisters Johann Heckenast aus Steinamanger vom 20
März 1905 verzeichnet folgende Kosten: Der Altartisch (Mensa) aus trockenem
Kieferholz 220 cm lang und 110 cm hoch: 95 ff, der Tabernakel mit einem
Postament für die Statue des hl. Nikolaus: 118 ff, die Statue des hl. Nikolaus
140 cm hoch aus Holz geschnitten: 76 ff, Altarleuchter aus Holz gedreht: 30 ff,
1 Altarkreuz mit polychromiertem Corpus: 5 ff, 1 Garnitur Kanontafeln in
Waschgoldrahmen: 4 ff, 2 vergoldete Tabernakelleuchter: 8 ff, 2 Engel 50 cm
hoch aus Holz und vergoldet: 48 ff, insgesamt 384 ff oder 768 W. Kronen.
Die Kanzel aus Kieferholz gebaut: 110 ff, ein Schalldeckel dazu: 45 ff, Summe
155 ff oder 310 Kronen.
Ein zweiter Kostenvoranschlag vom
29. März 1905, stammt vom Orgelbaumeister Franz Billich aus Köszeg/Güns für die
Reparatur, bzw. Neubau der Orgel der Kirche für eine Summe von 497 Kronen.
Deu Neubau der Kirche hat ziemlich
lange gedauert. Erst am 22. September 1907 konnte sie vom Erzdechant Kan. Franz
Baumgartner geweiht werden.
Im Mai 1916 musste eine und im Mai 1917 alle Glocken der Kirche für Kriegszwecke abgeliefert werden. An ihrer Stelle wurde am 3. März 1924 von Pater Gratian Leser eine neue Glocke aus der Glockengießerei Ernst Szabo in Graz geweiht.
Im Jahre 1935 wurde der Kirchturm von St. Nikolaus gründlich renoviert, und zwar laut Kostenvoranschlag vom 20. Mai 1935 für eine Summe von 539 S, er wurde auch mit einem neuen Turmkreuz aus Schmiedeeisen im Wert von 50 S versehen.
Am 26. April 1940 wurde die Administration der Pfarre von dem Wiener Franziskaner durch Pater Dr. Eugen Berthold offiziell übernommen.
Am 13. Jänner 1943 wurde eine Glocke aus Ersatzmetall von etwa 90 kg in St. Nikolaus geweiht.
Mit der Errichtung der neuen Pfarre mit Sitz in Großmürbisch am 21. Dezember 1945 wurde der Pfarrtitel von St. Nikolaus an die neue Pfarre übertragen. Die Gemeinde St. Nikolaus aber blieb auch weiterhin bei Güssing als Filialgemeinde.
Bei der Kirchenvisitation des Diözesanbischofs DDr. Stefan Laszlo am 18. Mai 1964 wurde die Notwendigkeit einer gründlichen Renovierung der Kirche festgestellt. Doch der Renovierungsplan konnte erst 1968 durchgeführt werden. Dabei wurden vor allem die Mauern der Kirche trockengelegt und verputzt; das Dach, die Fenster und der Fußboden wurden ebenfalls neu angelegt und auch die Sakristei und der Turm wurden aufwendig renoviert.
Diese Renovierungsarbeiten kosteten rund S 190.000,- .Davon brachten die Gemeinde und die Amerikaner gegen S 44.000,- auf, der Rest wurde von der Bischöflichen Finanzkammer beglichen. Die Renovierungsarbeiten haben dem Pfarrer Pater Roman Hasenhüttl viele Sorgen und Mühen gekostet. Doch die altehrwürdige Kirche befindet sich jetzt in einem wahrhaft guten Zustand.
Anlässlich der Kirchenvisitation in St. Nikolaus am 8. Juni 1969 sprach der Diözesanbischof unter anderem über die bedeutende Leistung des Ordinariates für die erfolgreiche Renovierung der Kirche und erklärte den Leuten, dass auf diese Weise die Kirchensteuergelder konzentriert zurückfließen.
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Der Innenraum der Kirche
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Auf Grund eines Kostenvoranschlages vom 20. März 1905 des Altarbaumeisters Johann Heckenast aus Steinamanger liegt uns eine exakte Beschreibung des Innenraumes der Kirche von St. Nikolaus vor: Altartisch aus Kiefernholz, Tabernakel mit Postament für die Statue des Hl. Nikolaus, Statue des Hl. Nikolaus (140 cm hoch), 6 Altarleuchten aus Holz gedreht, 1 Altarkreuz, 1 Garnitur Kanonentafeln mit Waschgoldrahmen, 2 vergoldete Tabernakelleuchter, 2 Engeln (50 cm hoch) sowie eine Kanzel aus Kiefernholz mit Schalldeckel.
Die Orgel stammt vom Orgelbaumeister Franz Billich aus Köszeg (Güns), Kostenvoranschlag vom 29. März 1905.
Das hölzerne Wegkreuz, ursprünglich vor dem Schulgebäude gestanden, wurde um 20m nach Osten auf den heutigen Standort versetzt und im Juni 1931 feierlich eingeweiht. Gleichzeitig wurde auch das heute noch in der Mitte des Friedhofes befindliche Holzkreuz errichtet und geweiht.
1916 musste die Glocke und 1917 die restlichen Glocken für Kriegszwecke abgeliefert werden. Am 3. März 1924 wurde von P. Gratian Leser wieder eine neue Glocke des Glockengießerei Ernst Szabo aus Graz geweiht. Auch am 30. Jänner 1943 wurde eine Glockenweihe in St. Nikolaus verzeichnet.
Wie bereits im I. Weltkrieg mussten auch diese beiden Glocken im II. Weltkrieg für Kriegszwecke abgeliefert werden. Am 19. August 1956 wurden von Pater Gilbert Haas dann endgültig jene 2 Glocken geweiht („St. Mariä“ und „St. Nikolaus“), die heute noch morgens, mittags und abends die Einwohner von St. Nikolaus zum Gebet auffordern.
Renovierungen bzw. Neuanschaffungen in der Kirche St. Nikolaus
Der Kirchenneubau wurde bereits in der Chronik nach den vorhandenen Unterlagen beschrieben. Im letzten Jahrhundert gab es aber auch einige Renovierungen. Da gab es aber von früher her keine genauen Aufzeichnungen.
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1935 |
wurde
der Kirchturm von St. Nikolaus gründlich renoviert, und zwar laut
Kostenvoranschlag vom 20. Mai 1935 für eine Summe von S 539, -. Er wurde auch mit einem neuen Turmkreuz aus Schmiedeeisen im Wert von S 50, - versehen. |
| 1954 | umfangreiche Renovierung |
| 1981 |
umfangreiche Renovierung und Neuanschaffungen |
| 1987 |
Umstellung auf elektrisches Geläute S 58.949,40 |
| 1990 |
Neuanschaffung der Sakristeiausstattung S
29.827,40 |
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2000
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Abschlagen
des feuchten und lockeren Putzes im Innenraum und Außen und neu
Verputzung, Sicherung der Turmmauer im Chorbereich, Malen des gesamten
Gebäudes innen und außen, Neuanstrich Turmkreuz, Turmblech, Dachrinnen,
Fensterrahmen, Türe Eingang, Austausch des Traufenpflasters auf
Schotterbett. Gesamtkosten: S 393.038,22 |
| 2003 |
Neugestaltung des Kirchenplatzes Bei der Neugestaltung des Kirchenplatzes wurde der alte Zugang und die alte Zufahrt erneuert, sowie der Friedhofzugang, ebenso wurde das Erdniveau zwischen dem neuen Weg, der Kirche und dem Friedhof angehoben. Gesamtkosten: € 9.852,09 |
| 2005 |
Restaurierung des Hochaltars und Neuerrichtung des Blitzschutzes Der Hochaltar wurde gereinigt, Risse verleimt, fehlende Leisten ergänzt, mit Farben retuschiert, Kreidegrund ergänzt, mit 23 Karat Blattgold vergoldet und dem Altbestand angeglichen. Figuren ausgebessert und vorbeugender Holzschutz aufgebracht. Die Antoniusfigur (alte Figur) restauriert, die Lourdes Madonna gereinigt und zwei neue Wandsockel angefertigt. € 6.003,48 Neuerrichtung des Blitzschutzes € 2.557,04 Gesamtkosten: € 8. 560,52 |
| 2007 |
Neugestaltung der Sitzbänke Bei den Sitzbänken wurden die hohen Staffel durch niedrige ersetzt, da einerseits die Staffel morsch waren, um den Zugang für ältere Menschen zu erleichtern. Zusätzlich wurde ein Boden aus Lerchenholz eingezogen. Gesamtkosten: ca € 3.000,- |
Zeittafel
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1157 |
Errichtung der Benediktinerabtei auf den Schlossberg |
| 12. Jhdt | Errichtung der Güssinger Pfarrkirche in St. Jakob |
| 1209 | Franz von Assisi gründet den Orden der Franziskaner |
| 14. Jhdt | Erste Spuren der Kirche St. Nikolaus („in alter Zeit“) |
| 30.06.1524: | König Ludwig II überträgt die Herrschaft Güssing Franz I. Batthyany und dessen Neffen Christoph |
| 1532 | Sultan Suleimann II verwüstet die Herrschaft Güssing |
| 09.05.1558 | Vertragsbrief von Franz Batthyany für die Ansiedlung der Kroaten in St. Nikolaus |
| 1563 | Konzil von Trient: Katholische Pfarren werden zur Matrikelführung (Tauf- Ehe- und Sterbebücher) verpflichtet. |
| 1575 | Balthasar Batthyany wird
protestantisch und erschließt Güssing für die neue Lehre
(Wanderbuchdrucker Johann Manlius weilt 1582 – 1597 in Güssing. Der
Botaniker Carolus Clusius forscht und arbeitet ebenfalls in Güssing). In St. Nikolaus wirken die protest. Prediger Michael Pomperics und Michael Tüskeszenttgyörgye. |
| 1630 | Adam Batthyany wird katholisch |
| 1638 | Erstmaliges Auftreten der Franziskaner in Güssing und St. Nikolaus |
| 1641 | Schriftliches Ersuchen v. Adam Batthyany an die Franziskaner der Marianischen Provinz (ungarischen Provinz), in Güssing zu wirken. |
| 09.06.1648 | Bezug des errichteten Franziskanerklosters Güssing durch die Ordensbrüder |
| 1664 | Schlacht gegen die Türken in Mogersdorf |
| 1667 | Visitation Kazoana: Visitation der Pfarrkirche im Orte St. Nikolaus (Szent Miklós |
| 1668 | Erste Matrikelführung von Taufbüchern in der Pfarrer St. Niklaus und St. Jakob |
| 1698 | Erstmalig wird geschrieben, dass St. Jakob als „Deutsche Pfarre“ und St. Nikolaus als „Kroatische Pfarre“ geführt wird. |
| 1730 | Erste Matrikelführung von Ehe- und Sterbebüchern in den Pfarren St. Nikolaus und St. Jakob |
| 1751 | Renovierung der Kirche St. Nikolaus |
| 1757 | Visitatio Batthyany: Visitation der Pfarrkirche St. Niklaus |
| 1777 | Zugehörigkeit unseres Gebietes zu der von Papst Pius VI. neu errichteten Diözese Steinamanger |
| 1779 | Visitatio Szilyana: Visitation der Pfarrkirche St. Nikolaus |
| 1812 | Gemeinde St. Nikolaus wird ab diesem Zeitpunkt als „rein deutsch“ bezeichnet |
| 1890 | vermutlicher Baubeginn der gegenwärtigen Kirche von St. Nikolaus |
| 14./15. Mai 1897 | Nahezu gänzliche Zerstörung dieser Kirche St. Nikolaus durch Brand bei Renovierungsarbeiten |
| 22.09.1907 | Einweihung des Neubaus der Kirche St. Nikolaus durch Kanonikus Erzpriester Franz Baumgartner |
| 1908 | Die 4 Lindenbäume vor der Kirche St. Nikolaus werden anlässlich des 10-jährigen Todestages der Kaiserin Elisabeth gepflanzt. |
| 1916/1917 | Die Glocken werden für Kriegszwecke abgeliefert |
| 1921 | Zugehörigkeit zum Verwaltungsgebiet „Apostolische Administratur Burgenland“ |
| 03.03.1924 | Glockenweihe in St. Nikolaus |
| 1931 |
Das hölzerne Wegkreuz bei der Kirche wird erneuert und
mit einem Blechdach versehen. Die feierliche Weihe wurde im Juni 1931 von Guardian Pater Astrich Bajor vollzogen. Das hölzerne Kreuz mit Christusfigur und schützendem Blechdach inmitten des Friedhofes wurde im Anschluß der Weihe des Kreuzes vor der Kirche durch Guardian Pater Astrich Bajor gesegnet |
| 1935 | Renovierung des Kirchenturmes St. Nikolaus |
| 1938 | Einmarsch der deutschen Truppen in Österreich: Die Mitbrüder der ungarischen Marianischen Franziskanerprovinz verlassen Güssing nach 300-jährigem Wirken. |
| 1939 | Zusammenlegung der bisherigen Kleingemeinden St. Nikolaus (Szent Miklós, Szent Mikla) und Krottendorf (Crotundorf, Horvátfalu, Kroatendorf) mit der Großgemeinde Güssing |
| 01.04.1939 | Angliederung des Franziskanerklosters Güssing an die österreichische Franziskanerprovinz mit Sitz in Wien: P. Theodus Schachermeier wird Pfarradministrator für St. Jakob, P. Norbert Hois wird Pfarradministrator für St. Nikolaus. |
| 13.01.1943 | 2. Glockenweihe in St. Nikolaus |
| 31.12.1945 | Ende der Matrikelführung in der Pfarre St. Nikolaus unter P. Engelbert Jauk (1668-1945: 16.810 Taufen; 1730-1945: 3.132 kirchliche Eheschließungen; 1730-1945: 10.816 Beerdigungen |
| 1954 | Renovierung der Kirche St. Nikolaus |
| 12.06.1960 | Errichtung der Diözese Eisenstadt (Erster Bischof: DDr. Stefan Laszlo) |
| 18.05.1964 | Visitation der Kirche St. Nikolaus durch Diözesanbischof DDr. Stefan Laszlo |
| 1965 | Tobaj wird eigene Pfarre |
| 1966 | Großmürbisch wird eigene Pfarre |
| 1966 | Aus der „Deutschen Pfarre“ St.
Jakob und der „Kroatischen Pfarre“ St. Nikolaus sind nunmehr 3
selbstständige Pfarren hervorgegangen: 1. Pfarre St. Jakob: Güssing, Langzeil, Krottendorf, Rosenberg und St. Nikolaus, sowie den Filialen Glasing, Urbersdorf und Neustift bei Güssing 2. Pfarre Großmürbisch: Großmürbisch, Inzenhof, Kleinmürbisch, Tschanigraben 3. Pfarre Tobaj: Tobaj, Hasendorf, Punitz |
| 1968 | Renovierung der Kirche St. Nikolaus |
| 08.06.1969 | Visitation der Kirche St. Nikolaus durch Diözesanbischof DDr. Laszlo |
| 16.06.1981 | Elektrisches Licht in der Kirche St. Nikolaus |
| 24.10.1981 | Hl. Messe mit Weihe des Volksaltares anlässlich des Abschlusses von Renovierungsarbeiten der Kirche St. Nikolaus mit Schaffung einer Aufbahrungsmöglichkeit |
| 1987 | Elektrisches Geläute in der Kirche St. Nikolaus |
| 1990-1999 | Der Stadtpfarrer zu Güssing, P. Anton Bruck OFM, wird als Provinzial der österreichischen Franziskanerprovinz nach Wien berufen. |
| 21.05.2000 | Visitation des Diözesenbischof Dr. Paul Iby in der Kirche St. Nikolaus |
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02.06. bis 17.09. 2000 |
umfangreiche Sanierungsmaßnahmen
der Kirche St. Nikolaus Die Hl. Messe wird von Stadtpfarrer Pater Anton Bruck, OFM, am 17. September 2000, um 10:00 Uhr gefeiert. |
| 2003 | Neugestaltung des Kirchenplatzes St. Nikolaus |
| 2005 | Restaurierung von Altar, Antoniusfigur und Marienstatue in der Kirche St. Nikolaus |
| 2007 | Renovierung der Sitzbänke in der Kirche St. Nikolaus |
| 23.09.2007 | Festgottesdienst anlässlich 100-Jahre Kirche St. Nikolaus. Die Hl. Messe wird von Diözesanbischof Dr. Paul IBY am 23.9.2007, um 9.00 Uhr gefeiert. |
Fazit
Am Beispiel der Kirche von St. Nikolaus kann die historische Entwicklung einer Pfarre, wenn schon nicht lückenlos beschrieben, aber doch erahnt werden. Man kann sich vorstellen, welche Mühe und Plagsal die Gründungsväter des Dorfes St. Nikolaus auf sich genommen haben, um in einer schwierigen Zeit zu überleben. Die jetzigen Bewohner von St. Nikolaus, in der näheren Heimat oder in Übersee ansässig, können auf die Geschichte ihres Ortes stolz sein. Und wenn man unter den Linden vor der Kirche ein wenig verweilt, dann kann man spüren, dass der liebe Gott und der Hl. Nikolaus auf „Mikló“, für uns der schönste Fleck auf Gottes Erdboden, wohlgefällig herabblicken.
Quelle: Festschrift - 100 Jahre Kirche St. Nikolaus